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VerkehrBrockhaus 1882

Hoornerhop, einer als Reede dienenden Bucht der Zuydersee, gelegen, seit 1884 durch eine Eisenbahn mit Zaandam verbunden, hat einen guten Hafen, eine Lateinschule, sowie eine klinische und eine Zeichenschule, ein schönes Stadthaus, ein Gerichtsgebäude, ein großes Korrektionshaus (früher Magazin und Admiralität) und zehn Kirchen, darunter die Große Kirche mit dem Grabmal des berühmten Kontreadmirals Floriszoon. Die Stadt zählt (1879) 10 200 C., welche Schiffbau, Fischerei, Sardellensalzereien, Gold⸗ und Silberschmiedereien, sowie sehr bedeutenden Handel mit Ackerbauprodukten, Vieh, Butter und Käse betreiben. H. war einst eine der blühendsten und reichsten Städte Hollands durch die Thätigkeit seiner Kaufmannschaft, seiner Seefahrer und Walfischfänger. Hier wurden 1416 die großen Netze zum Heringsfang erfunden; 1580 ward hier Wilh. Schouten, der erste Umsegler des Kap Hoorn, geboren. Nach einer furchtbaren Überschwemmung infolge des Deichbruchs 1557 litt die Stadt in den folgenden Kriegen mit Spanien. Die frühern Festungswerke sind jetzt in Promenaden umgewandelt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 389Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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