Hopf (Karl), Historiker, geb. 19. Febr. 1832 zu Hamm, Labinnne in Bonn Philologie und Geschichte, habilitierte sich 1852 daselbst und wurde 1862 außerord. Professor Greifswald, 1865 Professor und Oberbibliothekar in Königsberg. Er starb 23. Aug. 1873 zu Wiesbaden. H. beschäftigte sich hauptsächlich mit der griech. Geschichte und belungen einzelne Partien in zahlreichen Abhandungen, die meist in den Sitzungsberichten der wiener Akademie abgedruckt sind. Auch gab er einen «Historisch-genealog. Atlas» (Gotha 1858) und die Chroniques Gréco-Romanes inédites ou peu connueso (Berl. 1873) heraus. Sehr geschätzt sind seine Aufsätze über Griechenlands mittelalterliche Geschichte in Ersch und Grubers Encyklopädier (Bd. 85 u. 86, Lpz. 1867—68).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 390Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei