FeedHegewisch (Dietr. Herm.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Hegewisch (Dietr. Herm.), verdienter deutscher Druck in Deraht eb. 15. Dez. 1740 zu Quackenbrück im Osnabrückischen, studierte Theologie in Göttingen, war dann bis 1775 Hofmeister bei dem dän. Konsul Grafen Schimmelmann in Hamburg, wo er hierauf bis 1780 privatisierte und die Geschichte Karls d. Gr.» (Opz. 1772) und die «Geschichte der fränk. Monarchier (Samb. 1779) schrieb. Im N. 1780 kam er als Professor der Geschichte nach iel, wo er 1782 die ord. Professur der Geschichte erhielt, 1805 zum Etatsrat ernannt wurde und 4. April 1812 starb. Unter seinen zahlreichen Schriften sind noch hervorzuheben: „Geschichte der Deutschen von Konrad I. bis Heinrich II.„ (Hamb. 1781), «Geschichte der Regierung Kaiser Maximilians I.5 (2 Bde., Hamb. 1782 -83; 2. Aufl. 1818), „Allgemeine übersicht der deutschen Kulturgeschichte (Hamb. 1788), die Fortsetzung von Christianis Geschichte der Herzogtümer Schleswig und Holstein⸗ (Bd. 3 u. 4, Kiel 1801—2), „Geschichte der engl. und histor. Nachrichten, die Kolonien der Griechen betreffendo (Altona 1808; Nachtrag, 1811). Auch besorgte er ⁷ eine Sammlung seiner „Histor.⸗ philos. und litterar. Schriftend (2 Bde., Kiel 1793). Sein Sohn, Franz Hermann H., geb. 13. Nov. 1783 zu Kiel, war seit 1809 Professor der Medizin daselbst und machte sich durch seine rege Teilnahme an den Geschicken seines Vaterlandes bekannt. Seine Ansichten veröffentlichte er in vielfacher Form durch die Tagespresse, meist anonym, bisweilen unter dem Namen Franz Baltisch. Unter letzterm Namen erschienen auch die Schriften: „Polit. Freiheito 1151 1832) und «Eigentum und Vielkinderei (Kiel 1846). H. starb 27. Mai 1865.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 17Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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