FeedHugo von Sankt Victor
ReligionBrockhaus 1882

Hugo von Sankt Victor, mystischer Theolog des 12. Jahrh., wahrscheinlich dem Geschlecht der am Harz ansässigen Grafen von Blankenburg und Regenstein angehörend, geb. um 1097, ward im Konvent zu Hamersleben gebildet, trat 1115 in die berühmte Schule des Augustinerklosters St. Victor bei Paris ein und wurde später selbst zum Vorsteher dieser Lehranstalt erhoben. Er starb 11. Febr. 1141. Seine mystische Richtung tritt am entschiedensten hervor in den Schriften De arca morali o, De arca mystica v, De vani⸗- tatate mundiv. Daneben zeigen sich starke Einwirkungen der Scholastik, besonders in der spätern Schrift De sacramentis christianae fidei p. Eine Zusammenfassung seiner Anschauungen enthält die „Summa sententiarumo. Die beste Ausgabe seiner Schriften erschien Rouen 1648. Vgl. Liebner, H. und die theol. Richtungen seiner Zeito (Lpz. 1832); J. Bach, «Dogmengeschichte des Mittelalterso(Bd. 2, Wien 1875).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 445Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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