FeedHuc (Cvariste Regis)
ReligionBrockhaus 1882

Huc (Cvariste Regis), franz. Missionar, geb. 1. Aug. 1813 zu Toulouse, war 1839—52 in China Missionar und bereiste auch Hochasien und Tibet. Hierauf kehrte er nach Frankreich zurück und starb 26. März 1860 zu Paris. H. schrieb: „Souvenirs d'un voyage dans la Tartarie, le Tibet et la Chiner (2 Bde., Par. 1850; deutsch von K. Andree, Opz. 1853), (L'empire chinoise (2 Bde., Par. 1855; deutsch, Lpz. 1856), Le christianisme en Chine⸗ (4 Bde., Par. 1858). Hucbald (Hugbald, Hubald, Ubaldus), ein um die Musik im frühen Mittelalter sehr verdienter Mönch des Klosters zu St.⸗Amand bei Tournay, lebte 840—930 und lieferte die ersten bekannten Nachrichten von den damals beginnenden Versuchen in der mehrstimmigen Musik (bei ihm «Organumo genannt). Gleichzeitig verbesserte er die Notenschrift durch den Gebrauch der Linien, geriet aber in seiner Nachahmung der altgriech. Musik mehrfach auf Abwege. Seine Schriften sind zum Teil erhalten und bilden die Hauptquelle zur Kunde der Musik dieser Zeit. In St.⸗Amand leitete H. eine Sängerschule, welche er von seinem Oheim und Lehrer Milo überkam. —

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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