FeedHundsgrotte (Grotta del cane)
AllerleiBrockhaus 1882

Hundsgrotte (Grotta del cane), eine wegen ihrer Mofetten oder Gasaushauchungen berühmte Höhle zwischen Neapel und Pozzuoli, am Rande des Kratersees Agnano (s. d.). Die Höhle ist etwa 3mtief, Im breit und 3 mhoch und hat das Eigentümliche, daß kleinere Tiere, welche hineingebracht werden, betäubt werden oder ersticken und brennende Lichter am Boden verlöschen. Diese Erscheinung erklärt sich dadurch, daß die Kohlensäure, die darin aufsteigt, am Boden in einer gewöhnlich 40—50em hohen Schicht sich ansammelt, indem sie sich wegen ihrer größern spezifischen Schwere mit der darüberstehenden atmosphärischen Luft nicht vermischt. Die Grotte war schon den Alten bekannt und wurde von Plinius beschrieben. 4H Namen hat sie davon, daß man gewöhnlich mit Hunden den Erstickungsversuch in ihr anzustellen pflegt; diese kommen aber, wenn man sie schnell ins Wasser wirft, wieder zum Leben.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 468Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 9

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Allerlei 6