Hungertuch, Fastenlaken (pallium quadragesimale), in Weißzeug gesticktes, auch mit Reihen biblischer Bilder bemaltes oder schlichtes Berhi während der Fastenzeit in kath. gehen zur Verhüllung des Kreuzes vor dem Altar aufgehängt. Solche Hungertücher gibt es noch aus dem Ende des 13. Jahrh. Bemerkenswert sind die aus dem 15. Jahrh. in Güglingen (Württemberg) und in Dresden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 472Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei