Hyperins (Andr. es angesehener Theolog der Reformationszeit, geb. 16. Mai 1511 zu Mpern, studierte zu Paris Philosophie und Theologie, begab sich 1535 auf Reisen, ward für die Reformation Marburg, und 1541 Professor der Theologie zu Marburg, wo er 1. Febr. 1564 starb. H. gehörte der milden Melanchthonschen Richtung an und war einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Theologen seiner Zeit. Seine «Methodi theologiae libri treso (Bas. 1566) geben eine (unvollendete) systematische Entwickelung der christl. Lehre. Die Schrift „De formandis concionibus sacris o (Marburg 1553) ist die verbreitetste Homiletik des 16. Jahrh. In dem Buche De recte formando theologiae studio libri IVy (Bas. 1556) gibt H. die erste wissenschaftliche Encyklopädie und Methodologie der Theologie. Ihm verdankt die hess. Kirche die große Landesagende vom J. 1566.