Hypersthên, ein rhombisches Mineral, welches insofern ein Glied der Augitgruppe bildet, als es t ebenfalls ein Prisma von 93½ und 86 ½ Kantenwinkel besitzt und chemisch ein Bisilicat darstellt.i Gewöhnlich ist der H. nur derb und eingesprengt, frei ausgebildete Krystalle sind nur auf Hohlräumen trachytischer Gesteine am Mont-Dore (Auvergne) und von Persien, in Auswürflingen des Laacher Sees und in dem breitenbacher Meteoreisen bekannt. Die Spaltbarkeit ist nach der Längsfläche sehr vollkommen, und hier erscheint ein 1 metallartig, oft kupferrot schillernder Glanz, nach dem Prisma deutlich; die bräunlichschwarze Farbe wird durch eingewachsene braune mikroskopische Lamellen hervorgebracht. Die Härte beträgt 6, 1 das asihii Gewicht 3,3. Chemisch besteht der t H., ähnlich wie der Bronzit, aus Kieselsäure, Magnesia und Eisenoxydul (Mg, Fe) Si O;, 75 begreift er magnesiaärmere und eisenreichere Glieder als der Bronzit; in mehrern al man daneben einen nicht unbeträchtlichen Gehalt an Thonerde Latrohr à Säuren greifen ihn nicht an, vor dem ötrohr schmilzt er mehr oder weniger leicht. Der H. bildet einen wesentlichen Gemengteil des Hyperits (s. d.), auch einen accessorischen in manchen Gabbros, und findet sich z. B., außer den erwähnten Vorkommnissen, namentlich schön mit farbenspielendem Labradorit zusammen bei der Paulsinsel an der Küste von Labrador.