Hornblende oder Amphibol, ein aus Kieselsäure, Kalk, Magnesia und Eisenoxydul, auch wohl etwas Thonerde lugit dari und chemisch ein Bisilicat (wie der Augit) darstellendes halbdurchsichtiges bis undurchsichtiges Mineral, welches im monoklinen System mit einem prismatischen Spaltungswinkel von 124 30“ krystallisiert, und grün, grau, schwarz, weiß in mehrern Nuancen gefärbt erscheint. Das Mineral findet sich in Krystallen, krystallinischen Massen, derb und eingesprengt und schmilzt vor dem Lötrohr unter Aufwallen zu schwarzem, grünlichbraunem und grünlichweißem Glase. Von Säuren wird es nicht oder nur äußerst wenig angegriffen. Die meisten Vorkommnisse der H. sind stark pleochroitisch. Man unterscheidet 1) hs, auch oder Actinolith, der berg⸗, oliven⸗, öl⸗, lauch⸗, gras⸗, schwärzlichgrün grünlichgrau und braun vorkommt und namentlich in den Talkschiefern und Chloritschiefern der Hochalpen lange platte Prismen, sowie krystallinische Massen mit verworrener, büscheliger, — Hidet; faseriger und stängeliger Zusammensetzung bildet; auch auf gewissen Erzlagern. 2) Grammatit lende, raben⸗ und pechschwarz, bräunlichschwarz, schwärzlichgrün, bläulichgrün; die gemeine 8. 5 weit verbreitet und ein Gemengteil vieler Felsarten, wie Syenit, Diorit, Andesit, Hornblendediend u. s. w. Für sich allein bildet sie den Hornlendefels und Halt Lava Mielao accessorisch findet sie sich in Basalt, Lava, Melaphyr u. s. w. und in losen Krystallen in manchem vulkanischen Tuff. Der nelkenbraune Anthophyllit besitzt den Prismenwinkel und die chem. Zusammensetzung der H., gehört aber nach den optischen Untersuchungen nicht in das monokline, sondern in das rhombische System. Unter der Gruppe der H. begreift man außerdem noch einige andere, welche denselben prismatischen Spaltungswinkel und eine analoge chem. Zusammensetzung besitzen, so den eisenoxydhaltigen Arfvedsonit und den thonerdehaltigen Glaukophan, beide reich an Natron.