Hyphe nennt man die Zellen oder Zellenfäden der Pilze; die Gestalt derselben ist meist eine schlauch- oder fadenförmige. Entweder sind die H. frei, d. h. nicht zu einem Geflecht vereinigt, wie bei vielen Schimmelpilzen, oder sie sind zu einem verfilzten Gewebe verflochten, wie bei sämtlichen Hymenomyceten, bei den Pilzen, welche an der Bildung der — — Anteil nehmen, und bei vielen andern. an erkennt in diesem Falle den Verlauf der einzelnen H. gewöhnlich nicht mehr deutlich, und der ganze Gewebekörper bekommt, hauptsächlich auf dem Querschnitte, das Ansehen eines echten Parenchyms, da die H. dicht nebeneinander liegen und auch miteinander verwachsen. Ein solches Gewebe heißt auch Pseudoparenchym (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 508Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei