FeedIlmensee
ErdkundeBrockhaus 1882

Ilmensee, See im russ. Gouvernement Groß-Nowgorod, 918,5 qkm groß. An dem nördlichsten Gestade desselben, 15 Kme von Nowgorod, da, wo der Wolchowfluß aus ihm heraustritt, liegt das prächtige St. Georgs- oder Kloster des heil. Jurii, das in seinem einfach edeln Baustil und mit seinen durch wahre Kunstschätze wichtigen Sammlungen sich vor den meisten übrigen Klöstern Rußlands auszeichnet. Der J. hat trübes, nirgends tiefes Wasser, ist durch viele Flüsse genährt und für den Fischfang sehr ergiebig, der hier besonders zur Winterszeit betrieben wird. Seine drei beträchtlichen Zuflüsse sind im Norden die 450 km lange Msta, im Süden der 490 km lange Lowat mit seinem verwickelten Delta und vielen wasserreichen Zuflüssen, und im Westen der 220 kmelange Schelon, während der Wolchow den 220 km langen Abfluß des Sees bildet, der sein Wasser dem Ladogasee zuführt. Der See und seine Kanäle bilden zwei der wichtigsten russ. Wasserstraßen, indem der Wischnii-Wolotschok-Kanal die Msta mit dem Wolgazufluß Twerza und so Petersburg mit Astrachan, sowie der Kanal von Welikie-Luki mittels der Düna und des Lowat Riga mit Petersburg verbindet. Im Sommer gehen Dampfschiffe von Nowgorod längs des Wolchow bis zu den Mündungen des Schelon.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 544Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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