FeedIndeklinabel (lat., unbeugsam)
ReligionBrockhaus 1882

Indeklinabel (lat., unbeugsam), nicht deklinierbar (von Wörtern). Indelebilis (lat.), unzerstörbar; daher im Sprachgebrauch der kath. Kirche der Ausdruck Character indelebilis (s. d.). indelikat (frz.), unzart, unfein. Indelta⸗(eingeteilte) Truppen heißen die in Schweden auf Grund des Indelningsverks von alters her aufgebrachten Truppen, welche in Friedenszeit den weitaus größten Teil (19 Regimenter zu 2 Bataillonen und 5 Bataillone Infanterie, 5 Regimenter und 1 Jägerkorps Kavallerie, zusammen 23567 Mann Infanterie und 3569 Reiter) des stehenden Heeres bilden und bei der Mobilmachung durch Einstellung von Beväring⸗(Miliz-Mannschaften auf ungefähr die doppelte Stärke gebracht werden können. Die Indelta-Soldaten werden vom ländlichen Grundbesitze gestellt und unterhalten. Die Grundstücke der einzelnen Provinzen sind in Gruppen geteilt, deren jede einen Mann zu stellen hat. Der Soldat erhält einen Torp (Wohnhaus mit Acker) und einen jährlichen Lohn in Geld oder Produkten, daneben, wenn er zum Dienste berufen wird, Sold von der Regierung; seit 1875 beziehen die Offiziere und Unteroffiziere statt des Einkommens aus dem Torp u. s. w. feste Besoldung. Die Mannschaft wird geworben und bleibt, solange sie rüstig ist, im Dienste; Mannschaften von 50 — 60 Jahren sind nichts Seltenes. Die Anfänge dieser eigentümlichen Einrichtung reichen bis in den Beginn des 15. Jahrh. zurück. Der militärische Wert der Indelta-Truppen wird in Schweden selbst nicht hoch angeschlagen, doch sind bisher alle Versuche fehlgeschlagen, eine Reorganisation dieser altgewohnten Einrichtung zwischen der Regierung und dem Reichstage zu vereinbaren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 560Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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