Inkrustation oder Inkrustierung (vom lat. incrustatio, d. i. überrindung), das rindenartige überziehen organischer oder auch unorganischer Körper durch Steinkrusten, wie es durch viele kalk⸗ oder kieselsäurehaltige Quellen hervorgebracht wird. So finden sich in den Tuffablagerungen kalkhaltiger Quellen oder Bäche und der heißen, kieselsäurereichen Quellen Islands eine Menge Pflanzenteile oder Schneckenhäuser von kohlensaurem Kalk oder von Kieselsäure inkrustiert. Man macht von dieser Eigenschaft der Quellen Gebrauch, um allerlei Gegenstände, z. B. ganze Blumenbouquets, absichtlich inkrustieren zu lassen, wie dies z. B. in Karlsbad geschieht. Auch in den Gradierhäusern der Salinen läßt man zuweilen derartige Objekte, wie Immortellen, Vogelnester u. s. w., inkrustieren. Im Kunstgewerbe bezeichnet man mit J. das Einlegen mit Edelsteinen, Marmor, Stahl, das überziehen mit Gold⸗ oder Silberblättchen u. s. w. über die J. des Glases s. Glasinkrustationen.