FeedInfiltration (lat.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Infiltration (lat.), die gleichmäßige Einlagerung fremdartiger Gewebselemente (Krebs, Tuberkel, Eiterkörperchen u. dgl.) oder Flüssigkeiten (Blut, Galle) in die Zwischenräume der normalen Gewebe, wodurch die letztern dicker und resistenter werden. Bei der J. von fremdartigen Geweben geht das normale durch Atrophie oder Erweichung in der Regel zu Grunde. Als infiltrierte Neubildungen pflegt man diejenigen Neubildungen zu unterscheiden, bei denen die Geschwulstelemente zwischen den Elementen des normalen Gewebes so ab— gelagert sind, daß nirgends eine Abgrenzung beider stattfindet, im Gegensatz zu den eigentlichen umschriebenen Geschwülsten. (S. Geschwulst.) Die J. von Flüssigkeiten, auch Imbibition (s. d.) genannt, ist oft Leichenerscheinung (Totenflecke).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 592Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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