Innocenz II., 1130—43, vorher Gregor genannt, seit 1118 Kardinal-Diakon, mußte anfangs gegen den Gegenpapst Anaklet II. und dessen Beschützer, Roger von Sicilien, kämpfen und sogar nach Frankreich flüchten. Doch fand er besonders durch den Einfluß des heil. Bernhard in allen Ländern außerhalb Italien Anerkennung und regierte seit Anaklets Tode (1138) und Victors IV. Verzicht als alleiniger Papst. Der Deutsche Kaiser Lothar III. nahm von ihm bei seiner Krönung (1133) die Allodien der Gräfin Mathilde als Lehn an, den König Ludwig VII. von Frankreich aber belegte er mit dem Bann, das Land mit dem Interdikt, weil der König den zum Erzbischof von Bourges geweihten Peter von Chartres nicht anerkennen wollte.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 608Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei