Insidien (lat.), Hinterhalt, Nachstellung; insidiös, hinterlistig, ränkevoll. Jusignien (lat.) nennt man alle äußern Andeutungen der Macht und der Würde, des Standes, der Amtsgewalt und der Auszeichnung. Die J. der Könige bei den Römern waren die goldene Krone, der elfenbeinerne Stuhl und die mit Beilen ihnen vorangehenden 12 Liktoren, welche auch in der röm. Republik beibehalten wurden und hier die Konsuln, sowie die übrigen hohen Magistratspersonen begleiteten. Die J. der römisch-deutschen Kaiser waren die Reichskleinodien, bestehend aus einem vollständigen Ornat in Unter⸗ und Obergewändern, einer breiten Stola, Strümpfen, Sandalen und Handschuhen, Krone, Scepter und Reichsapfel. Auch drei Schwerter, eine Lanzenspitze u. a. gehören dazu. Die einzelnen Stücke stammen aus verschiedenen Zeiten, die gewebten und gestickten Stoffe sind Arbeiten von Sarazenen auf Sicilien, so besonders der prachtvolle Mantel vom J. 1133. Diese Krönungsinsignien der frühern deutschen Kaiser werden gegenwärtig in der k. k. Schatzkammer zu Wien aufbewahrt. (Hierzu eine Tafel: Insignien.) Gegenwärtig bilden Krone und Scepter die J. der europ. Monarchen. Zu den J. der itterschaft Serre s Helm und Schild (das Wappen), als J. der eere sind Fahnen und Adler zu betrachten. Ebenso sind die Marschallsstäbe, der Stab des Lordmayors in London, die Roßschweife der türk. Paschas J. ihrer Würde. Die J. der hohen kath. Geistlichkeit Papr in Pallium, Inful, Stab und Ring, für den Papst insbesondere noch in der Tiara, der drei28•2 Krone. Die Hand ist J. der Gerechtigkeit und as Beil die der hohen Gerichtsbarkeit. Dem Be1 nach verschieden von m ist das Symbol (s. d.). nsinuation und Insinnieren, s. Zustellung. salbern. nusipid (lat.), unschmackhaft, abgeschmackt, uskription (lat.), Einschreibung, Inschrift; auch soviel wie Immatrikulation.