Integritätl(lat., Integritas), Zustand der Ganzheit und Vollständigkeito, Unversehrtheit, Unverdorbenheit; in der Theologie eine dogmatische Eigenschaft der Bibel, wonach sie durch spätere Hände weder verstümmelt, noch verfälscht, noch durch Zufall verkürzt oder alteriert worden sein soll. Integumentum (Eihülle) nennt man in der Botanik die Hüllen, welche in der Samenknospe den Eikern oder Nucleus umgeben. Sie sind entweder einfach oder doppelt vorhanden; in letzterm Falle unterscheidet man ein äußeres und ein inneres J. Die J. schließen am Scheitel des Eikerns nicht dicht zusammen, sondern lassen einen engen Kanal frei, die sog. Mikropyle oder den Keimmund, durch den der Pollenschlauch hindurch bis zum Eikern vordringt. (S. Befruchtung.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 630Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei