Iphikrätes, athenischer Feldherr, als Sohn eines Schuhmachers um die Mitte des Peloponnesischen Kriegs geboren, zeichnete sich zuerst in dem Korinthischen Kriege von 395 — 387 v. Chr. und dann im Thebanischen von 378 —362 durch persönliche Tapferkeit, durch Herstellung einer trefflichen Mannszucht in seinem Heer und vorzugsweise durch Einführung einer neuen Bewaffnung und Taktik aus. Er schuf die sog. Peltasten, eine Art leichtbewaffneter Fußsoldaten, und gab damit den damals aufkommenden Soldtruppen ihren Halt und ihre charakteristische Eigentümlichkeit. ö Seine großen Feldherrntalente entwickelte er na-f mentlich bei dem Siege, den er 390 bei Korinth über die Spartaner erfocht. Im J. 379 v. Chr. wurde er von dem Perserkönig Artaxerxes II., als dieser den Empörer Nektanabis in — — bekriegen wollte, über das zahlreiche griech. öldnerheer gesetzt, verließ aber, da er sich von dem eifersüchtigen Satrapen Pharnabazos in seinen Unternehmungen behindert sah, das Heer heimlich und kehrte 374 nach Athen zurück, um 373 den damals von den Spartanern bedrängten Kerkyräern zu Hilfe zu eilen. J. starb 352 zu Athen. Sein Leben ist von Cornelius 2. in einem kurzen Abriß beschrieden worden. Vgl. C. Rehdantz, «Vitae Iphicratis, Chabriae et Timothein (Berl. 1845).