FeedIsaak
GeschichteBrockhaus 1882

Isaak, nach der hebr. Stammsage der Sohn Abrahams, den ihm Sarah gebar, als beide schon in hohem Alter waren. Er sollte von seinem Vater in frommer Hingebung an Gottes Befehl auf dem Berge Moria geopfert werden, entging aber diesem Schicksal durch ein Wunder. Die Sage schildert ihn ebenso wie Abraham als Nomadenfürsten, der auf Kanaans und Philistäas Weideplätzen umher-Kor Doch weiß die Überlieferung, welche ihn mit Abraham und Jakob unter die Patriarchen des israel. Volks zählt, von ihm, außer seiner Verheiratung mit Rebekka aus Mesopotamien, durch welche er die Verbindung mit dem Stammlande der die milie fortgesetzt habe, nur wenig zu erzählen. Die Sage legt ihm zwei Söhne bei, Esau, den Stammvater der Edomiter, und Jakob, den Stammvater der Israeliten. Vgl. Bernstein, «Ursprung der Sagen von Abraham, J. und Jakobo (Berl. 1871). saak I. Komnenos, byzant. Kaiser, war der Sohn eines dem Kaiser Basilios II. nahe befreundeten Offiziers, des Manuel Erotikos Komnenos, und kam durch seine Verheiratung mit Katharina, Tochter des letzten Bulgarenkönigs Wladislaw (nach 1018), in den Besitz großer Reichtümer. Als einer der größten Grundbesitzer in Paphlagonien hatte er seinen Sitz in Kastamona lietzt Kastamuni), südwestlich von Sinope. Die mistrauische Eifersucht der alten Kaiserin Theodora entzog ihm (1055) sein Kommando in Asien. Dafür stellte ihn nach deren Tode die große griechische grundbesitzende Aristokratie des Reichs als Gegenkaiser auf bei ihrer Erhebung gegen Theodorus' Nachfolger Mi-Eber VI. Stratiotikos. Am 8. Juni 1057 auf der bene von Gunadia als Kaiser proklamiert, zwang J. nach einem Siege bei Nicäa den alten Michael VI., am 31. Aug. 1057 abzudanken. Am 2. Sept. selbst gekrönt, begann J. mit starker Hand die seit 30 Tübera eingerissenen Mißstände zu beseitigen und überall zu reformieren. Doch wurde er schon 1059 so krank, daß er den KNgjolcer er. Konstantin (X.) Dukas zu seinem Nachfolger ernannte. starb zwei Jahre später als Mönch.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 676Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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