Isothermen zeigt die Isobaren über 760 mm Barometerstand in roten, unter 760 mm in blauen Linien. Die von den Isobaren abhänige Richtung der vorherrschenden Winde ist durch Pfeile ausgedrückt. Alle diese Linien haben einen unregelmäßigen, von der Konsiguration und Natur der Kontinente, der Meeresströmungen u. s. w. abhängigen Gang. sokrätes, einer der berühmtesten griech. Redner und Lehrer der Beredsamkeit, geb. zu Athen 436 v. Chr., bildete sich durch das Hören der Vorträge der Sophisten Prodikos, Tisias und Gorgias und des Staatsmanns und Redners Theramenes, sowie durch den Umgang mit Sokrates. Am öffentlichen Auftreten als Redner vor Gericht und in der Volksversammlung hinderte ihn eine schwache Stimme und eine gewisse Schüchternheit. J. wandte sich, nachdem er eine Zeit lang für andere Gerichtsreden verfaßt, einerseits dem Unterricht in der Beredfamkeit in einem ernstern Sinne zu, als die Sophisten ihn erteilten, andererseits einer litterarischen Thätigkeit, indem er Reden verfaßte, in welchen er Fragen des allgemeinen Wohls behandelte. So tief und weitgreifend sein Einfluß als Lehrer der Beredsamkeit, einer vollendeten Darstellung und eines feinen abgerundeten Stils ist, so kurzsichtig und unpraktisch eigt er sich als Politiker. Freilich ermüden seine Reden, deren höchster Wert in der kunstvollen Form besteht, durch Weitschweisigkeit und Überladenheit. Doch genoß er großen Ruhm in ganz Hellas bis er sich im 98. Jahre nach der Schlacht von Chäronea 338 v. Chr. selbst den Tod gab, wie es heißt, aus Schmerz über den Verlust der Freiheit seines Vaterlandes durch Philipp. Doch Rimmt diese Aussage schlecht mit der polit. Auffassungsweise des J., der sich wiederholt für die Einigung der Hellenen unter Philipp gegen die Perser ausgesprochen hat. Von 60 Reden, die man noch zu Plutarchs Zeiten unter seinem Namen kannte, von denen aber nicht die Hälfte für echt gehalten wurde, sind noch 21 ubrig, unter denen der «Areopagitikoso, worin er den Athenern rät, zur Verfassung des Solon und Kleisthenes zurückzukehren, und in gewissem Sinne auch der Panegyrikoso, in welchem die Griechen zur Eintracht gegen die Perser ermuntert werden, und der «Panathenaikose, eine Lobrede auf Athen, die erste Stelle einnehmen. Die Echtheit der Rede An Demonikosv wird bestritten. . sämtliche Reden sind in die Sammlungen der „Oratores Atticiv aufgenommen. Neuere Aus-Haite veranstalteten Bremi (Gotha u. Erfurt 1831), aiter (Par. 1846), Benseler (2. Aufl. von Blaß, Lpz. 1878—79), Schulausgaben ausgewählter Reden Schneider (Bd. 1 u. 2, Lpz. 1859—60; 2. Aufl. 1874—75) und Rauchenstein (5. Aufl., Berl. 1882). Deutsche Übertragungen sämtlicher Reden lieferten Benseler (4 Bde., Prenzl. 1829—31; mit griech. Text nur Tl. 1 u. 2, Lpz. 1854) und Christian (8 Bde., Stuttg. 1833 —46; 3. Aufl. 1869); der HPanathenaikosv und Panegyrikoso wurden mehrfach besonders (3. B. von Flathe, ersterer Stuttg. 1858, letzterer Lpz. 1862) Übertragen. Vgl. Vlaß, „Die attische Beredsamkeito (2. Abteil., J. und Isäosv, Lpz. 1874); Girardo, „Cenno storico-crico deila vita ed opere d'Isocrater (Neap. 1875). ISöla (ital.), Insel. Lago-Maggiore. (S. Borromeische Inseln.) vinz Verona, 18 km südlich von Verona, zwischen dem Tartaro und dessen Nebenflusse Piganzo, Station der Linie Verona-Legnago-Adria der Oberitalienischen Bahnen, hat ein Theater, treibt Seilerei und zählt (1881) als Gemeinde 6005 E. Isola grossa oder Isola lunga, Insel im Adriatischen Meere, an der Küste von Dalmatien, zur Bezirkshauptmannschaft Zara gehörig, 91 A‚Em groß, im Velastraza, 10 EKm südöstlich von Birbinz, 347 m hoch. Quellen fehlen dem Kalifels, aus welchem die ganze Insel besteht; dennoch gewinnt man reichlich Wein, Feigen und Oliven. Auch Salz wird an den Küsten gewonnen. ö Isolani (Joh. Ludw. Hektor, Graf von)/ kaiserl. Reitergeneral im Dreißigjährigen Kriege, geb. zu Görz 1580, stammte aus cyprischem Adelsgeschlecht und trat, wie sein Vater, in kaiserl. Kriegsdienste, in denen er 1599bis 1603 gegen die Türken kämpfte. Im J. 1602 wurde er gesangen, entkam aber und erhielt bald darauf das Kommando eines Kroatenregiments. In den ersten Jahren des Dreißigjährigen Kriegs focht er gegen den Grafen Peter Ernst von Mansfeld, dann unter Savelli in Pommern. Später zum General ernannt, wurde er 1631 bei Sihlbach und 1632 bei Lützen, wo er 28 Schwadronen des linken Flügels fuhrte, geschlagen; 1633 siegte er bei Eger über Taupadel. Als Feldzeugmeister erhielt er 1634 das Generalat über alle Kroaten und von den Wallensteinschen Gütern die Herrschaften Aicha und Friedenstein. Auch wurde ihm im folgenden Jahre zum Lohn für seinen Abfall von Wallenstein der Grafentitel verliehen. Später focht er bei Nördlingen, mit Piccolomini in den Niederlanden, mit Gallas in der Picardie und in Burgund, 1637 unter Werth in Hessen, 1638 in Pommern, 1639 am Oberrhein gegen Herzog Bernhard von Weimar und Guebriant und starb im März 1640 zu Wien. J. war einer der verwegensten Reiterführer des kaiserl. Heeres und wegen seiner verheerenden Züge ungemein gefürchtet.