Jagst oder Jaxt, ein reißender Fluß, der bei Walxheim im württemb. Oberamte Ellwangen in 458 m Höhe entspringt, Twelt in südl., dann in nördl., zuletzt aber in südwestl. Richtung an Ellwangen, Crailsheim, Kirchberg und Langenburg vorüberfließt, dann eine Strecke weit die Grenze zwischen Württemberg und Baden bildet und bei Jagstfeld, Wimpfen gegenüber, in 126 m Höhe, nach 242, km Laufes, in den Neckar mündet. Nach ihm ist der Jagsttreis benannt, einer der vier Kreise des Königreichs Württemberg, von 5138,92 akm mit (1880) 407 613 E. und der Hauptstadt Ellwangen. Derselbe ist in 14 Oberämter getheilt. Zwischen Jagstfeld, einem Dorfe im Oberamt Neckarsulm mit 1020 E. und Solbädern, an den Linien Jagstfeld und Neckarelz-Jagstfeld der Badischen Staatsbahnen und Bietigheim-Osterburken der Württemberg. Staatsbahnen, und Kochendorf liegt die 1820 gegründete Saline Friedrichshall mit Salinenamt und Solbad. In nordöstl. Richtung befindet sich 30 Em oberhalb der Marktfleken Jagsthausen, mit 816 E., der Geburtsort des Ritters Götz von Berlichingen, dessen eiserne Hand nebst röm. Altertümern in einem der dortigen drei Schlösser gezeigt wird. Das Stammschloß des Ritters, Berlichingen, liegt in der Nähe in Trümmern. Sein steinernes Grabmal ist in der prächtigen Kirche des bei dem nahen Dorfe Schönthal an der J. gelegenen evangel. Seminars, eines ehemaligen Cistercienserklosters, zu sehen. Taguar,Anz s. Maximiliana. Tiger (Pelis Onça, Tafel: Katzen II, Fig. 7), heißt das größte und gefährlichste, zum Katzengeschlecht gehörige Raubtier Amerikas, das, den Schwanz ungerechnet, etwa 1, m lang, rostgelb, am Bauche weiß und an den Seiten mit vier bis sechs Längsreihen großer schwärzlicher Ringflecken mit einem Mittelfleck gezeichnet ist. Auch gibt es eine schwarze Abart, die schwarze Onze, deren Flecken und Ringe nur bei unter gewissen Winkeln auffallenden Lichtstrahlen wahrgenommen werden. Der J. hält sich am liebsten in der Nähe großer Ströme auf, denn er schwimmt ebenso geschickt, als er auf Bäume klettern kann. Es ist daher kein Tier vor ihm sicher, und er wird selbst dem Menschen gefährlich. Die Indianer töten ihn gewöhnlich mit kleinen, aus Blaserohren abgeschossenen, stark vergifteten Pfeilen, welche von dem J. nicht beachtet werden, da sie beim Eindringen kaum stärker als ein Dorn stechen, ihn aber bereits binnen einer Viertelstunde töten. s. Jade.