FeedJarensk
ErdkundeBrockhaus 1882

Jarensk, Kreisstadt im russ. Gonvernement Wologda, unweit des Zusammenfluss es der Jarenga mit der W Wytschegda, unter 62* 5 nördl. Br. und 66 10“ östl. L. (von Ferro), mit (1882) 1169 E., treibt bedeutenden Handel mit Bauholz, das nach Archangel 8 eflößt wird. In der Nähe der Stadt sind große Salzsiedereien. nung für eine zu besondern Zwecken bildete oder aus verschiedenen Sprachen oder Dialekten gemischte Sprache, wie z. B. das Jüdisch⸗ UImeun das Rotwelsch oder die Gaunersprache, die lingua franca an den Mittelmeerküsten, das Pitchon-Englisch im Verkehr zwischen Engländern und Chinesen, 11 Neger-Englisch in Westindien, die indian.⸗ engl. Mischsprache der Pelzhändler an der Küste von Oregon in Nordamerika (vorzugsweise das Jargoon genannt) u. s. w. Wenn man einen Volksdialekt gegenüber der Schriftsprache als J. bezeichnet, so ist das eine mißbräuchliche Anwendung des Wortes, hervorgegangen aus der Vorstellung, der Dialekt fei eine verderbte Schriftsprache. 81 ouium, ein Metall, welches der engl. Chemike Sorby in einigen Zirkonen 1868 irrtümlich gefunden zu haben glaubte. — Hiuses. J. gelegen, der, als Sarafschan auf 2n Nordabhängen des Karakorum entspringend, nordöstl. Richtung den westl. Teil des Landes durchfließt und links in den Tarimfluß mündet. Die auf 60000 Seelen geschätzte Bevölkerung der Stadt be5000 zum größten Teile aus Eingeborenen, zu denen 3000 Andidshaner und Khokander, 2000 Baltistaner, 2000 Badalschaner, 1000 Kaschmirianer, 500 Dunganen und als gudae Nichtmohammedaner wenige eingewanderte Hindus kommen. Durch ein ausgedige we künstliches Bewässerungssystem ist die san-Sa gemacht; man baut viel Getreide und Lehmebene, auf welcher J. liegt, überaus erzucht. Die Industrie liefert außer den häuslichen Bedürfnissen Teppiche und Filz. Im Handel werden noch ausgeführt Seide, Hanf und Goldstaub, welcher namentlich im östl. Teile des Gebietes J. bei Khotan gewonnen wird. Die Einfuhr erstreckt sich auf verschiedenartige Stoffe, Leder, Brokat, Anilinfarben, Thee, Zucker, Opium und Schießbedarf; sie liegt in den Händen der Engländer, Russen und Chinesen. Die Stadt ist mit einer 10 m hohen, zinnengekrönten Mauer aus Luftziegeln umgeben, welche noch ein Graben umzieht. Die Straßen sind breit und reinlich, die Häuser einstöckig. Die Koranschulen haben ein ansehnlicheres Außere. Auf der Nordwestseite der Stadt liegt das Fort Jengischehr, mit Gräben und Mauern umgeben, die nur durch ein Thor Einlaß gewähren in das Fort und in die in demselben befindliche kleine Stadt mit eigenem Bazar. J. war unter Jakub Beg zweite Hauptstadt des Reichs Kaschgar, wurde aber 21. Dez. 1877 wieder von den Chinesen genommen. Vgl. Henderson, XLahore to J.» (Lond. 1873).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 814Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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