FeedJougne (Co de)
ErdkundeBrockhaus 1882

Jougne (Co de), Jurapaß an der Grenze des schweiz. Kantons Waadt und des ten Depart. Doubs. Der Paß ist einer der ältesten übergänge des südwestl. Jura und verdankt seine Wichtigkeit und Frequenz hauptsächlich dem Umstande, daß ier die Orbe und ihr Zufluß Jougnenaz die hohen etten am Ostrande des Jura quer durchschneiden und durch ihre Klusen leichten Zugang zu den niedrigern, plateauartigen Höhenzügen des westl. Jura gestatten. Zur Römerzeit führte die Heertraße von Lousonna (Lausanne) über Urba (Orbe) nach Ariolica (Pontarlier) durch den Col de J., und auch im Mittelalter war derselbe einer der wichtigsten Verkehrswege des Jura, auf der Ostseite durch die Burg Les Clées in der Klus der Orbe, auf der Westseite durch die Felsenfeste des Fort de Jour gedeckt. Jetzt führen durch den Paß eine Fahrstraße von Orbe (452 m) über Ballaigues (858 m) und Jougne nach Pontarlier (870 m) und die 58 Km lange Jougnebahn Cossonay-Pontarlier, die bei Daillens (443 m) von der Linie Lausanne-Merdon der Schweizerischen Westbahn abzweigt, in roßen Krümmungen nach Vallorbe (764 m) hinaufteigt, dann in der malerischen Klus der Jougnenaz die franz. Grenze überschreitet und über Jougne und Touillon (1000 m Scheitelpunkt der Bahn) das Fort de Jour erreicht, bei dem sie sich mit der Linie Neuchätel-Verrieres-Pontarlier vereinigt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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