FeedJätiva oder San-Felipe de J.
ErdkundeBrockhaus 1882

Jätiva oder San-Felipe de J., malerisch gelegene Ciudad von (1877) 14 534 E. in der span. Provinz Valencia, liegt, von zwei Burgen überragt, am Fuße der Sierra de las Agujas in einer wohlbewässerten und fruchtbaren Ebene am rechten Ufer des Albäida, eines rechtsseitigen Nebenflusses des Jücar, und an der Eisenbahn Almansa-Tarragona, 56 km im SSW. von Valencia, trägt noch maurischen Charakter, ist gut gebaut und hat ein Spital, schöne Spaziergänge, wasserreiche, öffentliche Brunnen, eine Börse für den Seidenhandel und einen Stierkampfplatz für 10000 Menschen. Zur Zeit der Römer war sie unter dem Namen Setabis oder Sactabis (auch mit dem Zusatze Augustanorum) bekannt und erhielt ihren jetzigen Namen von den Mauren, die in Umgebung eifrig Baumwollbau trieben. Den Beinamen San-Felipe erhielt sie im Erbfolgekriege, wo sie von den Truppen Philipps V. erstürmt und zum Teil zerstört wurde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 818Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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