Huesca, Hauptstadt der gleichnamigen, im N. an Frankreich grenzenden, einen Teil Aragoniens bildenden, ganz dem Ebrobecken angehörenden span. Provinz (15 224 akm mit [1883] 253 334 C.), Ciudad und Sitz eines Bischofs, liegt 73 km im NDO. von Saragossa, in der durch das Wasser der Isuela künstlich bewässerten, mit Reben und Olivenpflande Hue bedeckten, 30 km weiten Ebene oder Haya e Huesca, amphitheatralisch an einem 60 m hohen gel, durch Zweigbahn nach Tardienta mit der uptlinie Barcelona-Alsasua der Spanischen Rordbahn verbunden. Der Ort zählt (1877) 11416 C., ist altertümlich gebaut, mit Mauern umgeben und hat eine sehr schöne got. Kathedrale aus dem 13. Jahrh., eine der herrlichsten Spaniens, ein Priesterseminar, ein Instituto, zwei Colegios, ein Theater, einen Stiergefechts-Cirkus und wei Kasernen. H. ist das alte Osca im Lande der escitani. Sertorius errichtete daselbst 76 v. Chr. griech. und lat. Schulen und ward hier 72 ermordet. Cäsar gab der Stadt den Beinamen der Siegreichen; die Araber eroberten sie 713, machten sie zum Königssitz und nannten sie Weschka oder Waf aka. Diesen entriß sie Pedro I., dessen Vater Sancho Ramirez bei der Belagerung 4. Juli 1094 gefallen war, durch seinen Sieg vom 27. Nov. 1096 auf der nahen Ebene von Alcoraz. Derselbe erhob sie zu seiner Residenz und verlegte das Bistum von Jaca dahin. Auf dem Reichstage 1247 wurde hier das Gesetzbuch des Königs Jayme I. bekannt gemacht. Die 1354 von Pedro IV. gestiftete Universität befindet sich im alten Königspalast.