Jeisk, Kreis⸗ und Hafenstadt in dem russ. Gebiet der Kubanischen Kosaken, 225 km nordnordwestlich von dessen Hauptstadt Jekaterinodar (s. d.), an der Mündung der Jeja auf einer Landzunge, welche den Jejsker Liman von dem Asowschen Meere trennt, wurde erst 1848 angelegt und zählt 1882) 29529 C., darunter viele Kaufleute. An industriellen Etablissements hat J. zahlreiche Gerbereien, Ziegelbrennereien, Slmühlen, einige Talgsiedereien, Töpfereien und zwei große Wollwäschen. Der Seehandel mit dem Auslande ist nicht unwichtig. Die hauptsächlichsten Ausfuhrartikel sind Getreide, Wolle und Leinsaaten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 828Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei