FeedJesd oder Yesd
ErdkundeBrockhaus 1882

Jesd oder Yesd, Handelsstadt fast im Mittelpunkte Persiens, Provinz Irak-Adschmi, 300 km im OSO. von Ispahan, in einer Oase, bildet den Knoten in dem Netz der Karawanenstraßen, welche Schiras, Ispahan, Kaschan, Meschhed, Herat, Kandahar und Kirman miteinander verbinden, und ist für Persien won der bedeutendste Stapelplatz des ind. Handels. Der Warenumsatz daselbst ist sehr lebhaft. Außer den von Indien kommenden Waren verführt J. in die westl. Provinzen bis nach Tebris hin auch die aer Sunde seines eigenen Gewerbfleißes, darunter Seidenzeuge, Baumwollstoffe, Mischgewebe, Opium, Farbestoffe und gefärbte E Garne, Zucker, Papier und Waffen als die nam-ot haftesten. Die Stadt hat einen bedeutenden Um-a zahlreiche Moscheen und Karawanserais, bietet aber nichts Sehenswertes dar; viele Häuser liegen in r: Ruinen. Unter den Einwohnern, deren Zahl auf o 40000 geschätzt wird, gibt es außer Juden, hier er noch von den fanatischen Mohammedanern hart be-ri drückt, Gebern oder Anhänger des Parsismus mit I ihrem Feuer⸗ und Lichtdienst, die sich in diesem ab⸗ ( gelegenen Asyl erhalten haben. Die weitere Um-un gebung der Oase von J. ist eine sterile Ebene. Die Oase selbst, vom kleinen Gewässer Mehris und 9 künstlichen Kanälen befruchtet, erzeugt Trauben, 6 Melonen, Feigen und Granaten. Auch finden sich z in der Nahe Blei, Steinsalz und Marmor. t

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 840Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6