Jokuhama, Jokohama oder Nokuhama, ein dem Verkehr mit dem Auslande geöffneter japan. Hafenplatz, liegt auf der Insel Nipon, an der Westküste der Bai von Jedo, 37 km nördlich von deren Eingang bei Kap Sagami, 22 Kmeim SSW. von Jedo und 4km südlich von der Stadt Kanagawa, von der J. durch die geräumige Jokuhama-Bai getrennt ist. Als der durch die Verträge von Japan mit Nordamerika vom 31. März 1854 und 21. Febr. 1855 und mit England vom 14. Okt. 1854 und 9. Okt. 1855 dem Fremdenverkehr geöffnete Hafen Simoda als hierfür unzweckmäßig erkannt wurde, sollte an dessen Stelle Kanagawa treten, ein Ort, der, zu den unmittelbaren Besitzungen des Sgogun gehörig, wegen seiner Lage am Meere und zugleich an der großen Straße von Jedo nach Miako, Ohosakka und dem Süden von Nipon ganz besonders gut zum Handelsplatz gewählt erschien. Während der brit. Gesandte Sir Rutherford Alcock mit den Ministern des Sgogun noch über die für die Niederlassung der engl. Kaufleute zu wählende Stelle unterhandelte, hatten diese schon eigenmächtig angefangen, sich in der Nähe des Fischerdorfes J., einer menschenleeren Stelle am Strande, einzurichten, wie sehr der Gesandte auch von dieser Stelle abriet. Die japan. Regierung gab ihre Zustimmung. Der neugegründete Ort ward 20. Nov. 1866 ein Raub der Flammen, wurde aber sehr bald glänzender wieder aufgebaut. J. bildet ein längliches Viereck, welches drei Hauptstraßen von Osten nach Westen und mehrere Querstraßen von Süden nach Norden durchziehen. Dem Strande entlang bildet eine Reihe schöner Gebäude den sog. Bund. Sstlich von der europ. liegt die japan. Stadt. Der Palast des japan. Gouverneurs und eine An zahl reicher japan. Kaufläden befinden sich daselbst in der Curiostraße. Am Nordende gelangt man über eine Brücke nach dem Dorfe, welches der Stadt den Namen gab. Im Westen der Stadt erheben sich die Bluffs, eine in das Meer vorspringende Anhöhe, wo das brit. Gesandtschaftshotel und die Wohnungen mehrerer europ. und amerik. Kaufleute u. s. w. liegen. Die Bevölkerung beträgt (1881) 63018 Seelen, unter denen 3000 Fremde. Zwischen J. und Tokio besteht schon seit 1878 eine Sieamiotz während die Schiffe der Pacific Mail Steamship Company eine regelmäßige monatliche Verbindung zwischen J. und San-⸗-Francisco in ö Californien unterhalten. Im J. 1882 besuchten 283 fremde Schiffe von 410 753 t Gehalt JI. Die Einfuhr hatte einen Wert von 81408000, die Ausfuhr von 106 704 000 Reichsmark. Von allen dem Fremdenverkehr geöffneten Häfen ist J. bis jetzt noch der wichtigste. ökul, in Island Bezeichnung für Gletscher. ola (Hola), Hauptstadt von Adamauals.d.). oliba, s. unter Niger. oliet, Stadt und Hauptort des County Will im nordamerik. Staate Illinois, 48 km südwestlich von Chicago, auf beiden Seiten des Desplainesslusses, mitten in einem äußerst fruchtbaren Thale, am Kreuzungspunkte der Chicago-Rock-Island- und Pacisicbahn mit der Chicago⸗ und Alton⸗ und Michigan-Central-Eisenbahn, sowie am Illinois-Michigan-Kanal gelegen, zählt (1880) 16 145 E., hat Fabriken für Ackergerätschaften, Säge⸗ und Mahlmühlen und betreibt einen bedeutenden Ausfuhrhandel mittels des Illinois-Michigan-Kanals. Die Steinbrüche JI.s liefern vortreffliches Material, das weithin exportiert wird. Das hier mit einem Kostenaufwand von mehr als einer Million Dollars errichtete Staatszuchthaus ist eins der schönsten Gebäude seiner Art in den Vereinigten Staaten.