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ErdkundeBrockhaus 1882

Aachen (lat. Aquisgranum, Civitas Aquensis; franz. und engl. Aixla-Chapelle; niederdeutsch und niederländ. Aken, 46161 Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks der preuß. Rheinprovinz, liegt unweit der niederländ. Grenze, 163 m über dem Meeresspiegel am südl. Abhang des Lousbergs in einem fruchtbaren, von drei der Wurm zufließenden Bächen bewässerten, auf drei Seiten von den Vorhöhen des Hohen Veen umschlossenen Kesselthale. Die Stadt besteht aus der alten innern und der neuen äußern Stadt, wozu noch die schönen neuern Vorstädte außerhalb der alten Ringmauer kommen. Unter den 27 Kirchen A.s ist das Münster oder der Dom die bei weitem merkwürdigste. Den Kern derselben bildet die von Odo von Metz um 796 in byzant. Stil erbaute und 804 vom Papst Leo III. eingeweihte Kaiserkapelle (Capella in palatio), welche eine Höhe von 31m, einen Durchmesser von 16 m und die Form einer achteckigen Kuppel hat und von einem sechzehnseitigen Doppelgange umgeben ist. Die Kuppel der Pfalzkapelle wird von acht Pfeilern getragen; die acht Bogen des obern Umgangs haben eine doppelte Säulenstellung. Der got. Chor wurde 1353 —1414 gebaut; — gegenüber deckt die Vorhalle und die uber derselben angebrachte Kapelle mit den angebauten Emportreppen drei Seiten des sechzehneckigen Baues. Die meisten der das Achteck um-Achters Kapellen sind gotisch. In der Mitte des chtecks liegt ein Stein mit der Inschrift Carolo Magnoy. Jedoch ist hier nicht das Grab Karls d. Gr., welches im J. 1000 Kaiser Otto III. öffnen ließ, gewesen; trotz aller Nachgrabungen ist die ursprüngliche Begräbnisstelle noch unbekannt. Nach Berichten in den Annalen des Klosters Novalese im Thale von Susa, die nach 1048 abgefaßt wurden, fand man den Kaiser, noch wohl erhalten in weißem Ornat „auf einer Art Sessel sitzend, mit der Krone geschmückt und dem Scepter in den Händen. Das wiederum vermauerte Kaisergrab wurde von Friedrich I. (Barbarossa) bei der Kanonisation Karls d. Gr. 1165 abermals geöffnet. Friedrich I. ließ die Gebeine des Kaisers en roserbin in den noch jetzt gezeigten, reichverzierten roserpinakasten legen, aus welchem Kaiser Friedrich II. dieselben 1215 in eine wert⸗ und kunstvolle Truhe (Karlsschrein) bringen ließ. In dieser Truhe ruhten sie lange Zeit auf dem Choraltar, bis dieselben gegen Ende des 18. Jahrh. mit dem die vier großen Reliquien bewahrenden Marienschrein nach der Sakristei gebracht wurden. 90 l. Käntzeler, «Der die Gebeine Karls d. Gr. entaltende Behälter, Aachen 1859.) Die im Grabe aufgefundenen Reichsinsignien wurden 1798 nach Wien gebracht. Der weiße Marmorstu l,auf welchem der Kaiser bei der Graböffnung angeblich sitzend gefunden wurde, ward bel Ka mit Goldplatten belegt und diente bis 1531 bei Kaiserkrönungen dem neuekrönten Kaiser während der Begrüßung der Reichsolium (der Erzthron) und steht jetzt auf der Empore des Achtecks (dem sog. Hochmünster). Friedrich I. schmückte auch das Achteck mit dem berühmten prächtigen Kronleuchter, welcher über dem Stein mit der Inschrift hängt. Außer Karl d. Gr. ist auch Otto III. im Dom beigesetzt; sein Grab befindet sich in dem Chor. Die nebst den Üüberresten Karls d. Gr. in der Sakristei verwahrten, zur Zeit Karls aus dem Oriente gekommenen e Mar Reliquien ch. ein Unterkleid der Jungfrau Maria von gelb an weißer Leinwand (eine Art Byssus), die Windeln des Jesuskindes, das Lendentuch Christi bei der Kreuzigung und das Leintuch, auf welchem Johannes der Täufer enthauptet wurde. Dieselben werden alle sieben Jahre 6 B. 1881, 1888) vom 10. bis 24. Juli von der Galerie des Glockenturms und in der Kirche gezeigt. Außerdem verwahrt die Sakristei viele sog. Kleine Reliquien und viele kunstreiche Gefäße. (Vgl. Floß, «Geschichtliche Nachrichten über die aachener Heiligtümervꝰ, Bonn 1855; Bock, Der Reliquienschatz des Liebfrauen-Münsters zu A. », Aachen 1860; derselbe, «Das Heiligtum zu A. », Köln 1867; derselbe, «Karls d. Gr. Pfalzkapelle und ihre Kunstschätze », 2 Bde., Köln 1867; Kessel, „Geschichtliche Mitteilungen über die Heiligtümer der Stiftskirche zu A.», Köln 1874.) Der alte Bau ist im Laufe der Jahrhunderte durch verschiedene Geschmacklosigkeiten verunstaltet worden, namentlich waren von den Mosaikbildern, welche die Kuppelwölbung einst geziert haben, nur spärliche Reste erhalten. In neuerer Zeit hat sich der 1849 gegründete Karlsverein die Aufgabe gestellt, das Münster im Innern und Außern zu restaurieren, und durch seine Bemühungen wie durch reiche Beiträge der Könige Friedrich Wil-Ich IV. und Wilhelm I. ist dasselbe bereits wesentich verschönert worden. Das Achteck ist wiederum mit den herrlichen Marmorsäulen geschmückt, welche 1794 von den Franzosen geraubt und durch den Pariser Frieden wieder erworben wurden. Die 14 Standbilder im Innern des Chors erglänzen wieder in ihrer alten got. Farbenpracht. Die 9phen Bogenfenster füllen seit 1853 prächtige, 8,5 m hohe Glasgemälde. Am Eingange zum Chor, dicht am Achteck, wo früher der Altar stand, an welchem seit Ludwig dem Frommen (813) bis Ferdinand I. (1531) 35 deutsche Könige und 14 Königinnen gesalbt wurden, Dirs Nov. 1873 ein neuer Altar geweiht worden. Die Wiederherstellung der Mosaikbilder wurde 1881 vollendet. (Vgl. Nolten, Archäol. Beschreibung der Münster⸗ und Krönungskirche zu A.»‚ Aachen 1818; Quix, «Histor. Beschreibung der Münsterkirche u A.»,‚ Aachen 1840; Debey, Die Münsterkirche zu und ihre Wiederherstellungꝰ, Aachen 1851.) Von den übrigen Kirchen A.s sind die St. Pauls- und die Marienkirche zu nennen. Letztere zählt A. den schönsten neuern Kirchenbauten. Auch besitzt A. eine evang. Kirche und eine neue schöne Synagoge in maurischem Stil. Den Marktplatz A.s ziert das got. Rathaus, dessen Bau 1353 auf den Ruinen der von Karl d. Gr. 778 erbauten Kaiserpfalz begonnen ward. Rechts an demselben erinnert der Granusturm an die Römerzeit, links trägt es den locken-oder Marktturm. Der im Innern des Baues wmde Krönungssaal, 51 m lang und 19 m tief, wurde im 18. Jahrh. durch Holzwände tin mehrere Teile zerlegt; in neuerer Zeit jedoch hat der Saal, in welchem 35 deutsche Könige und 11 Königinnen das Krönungsmahl hielten, fene ursprüngliche 82 n wieder erhalten, und seine (Wände sind mit Fresken, Scenen aus dem Leben Karls d. Gr. lethel entn ausgeschmückt worden, welche Alfred Rethel entwarf und im Verein mit Joseph Kehren auch ausführte. Vor dem Rathause befindet sich ein Springbrunnen mit einem 1620 errichteten ehernen Standbilde Karls. Unter den aubeben öffentlichen Gebäuden sind noch hervorzuheben: die sog. Neue Redoute mit Konzertsaal und dem darangebauten neuen Kurhause, der Elisenbrunnen im dor. Stil, das großartige Bürgerhospital Mariahilf (1848 — 65 erbaut), das 1870 vollendete prachtvolle Polytechnikum in ital. Renaissancestil mit dem neuen chem. Laboratorium, das neue Gefangenhaus u. s. w. Aus den freundlichen, zum Tei Deradrr Umgebungen Ats erhebt sich der Lousberg oder Louisberg zu 250 m Meereshöhe, mit herrlicher Aussicht und dem reizenden Belvedere. Eine Viertelstunde von der Stadt befindet sich die neu restaurierte Frankenburg, der sagenhafte Lieblingsaufenthalt Karls d. Gr. und Fastradas. Ganz in der Nähe und durch elegante Neubauten mit A. verbunden liegt Burtscheid (s. d.). Die Bevölkerung As belief sich 1. Dez. 1880 auf 85432 gegen 32300 im J. 1817; darunter befinden sich etwa 4200 Protestanten und 850 Juden. A. ist Sitz einer Regierung, eines Landgerichts, eines Amtsgerichts, einer Reichsbankstelle, eines Handels- und Gewerbegerichts und einer Handelskammer (mit Burtscheid). An Unterrichtsanstalten besitzt die Stadt: die Polytechnische Schule für Rheinland und Westfalen (10. Okt. 1870 eröffnet), ein kath. Gymnasium, eine Realschule erster Ordnung, eine Provinzialgewerbschule, eine Handwerkerfortbildungsschule, die Stiftsschule, eine höhere Töchterschule, ein Taubstummeninstitut und 143 Elementarschulklassen. Unter den Wohlthätigkeitsanstalten sind hervorzuheben: das Mariahilfhospital (unter der Leitung der Elisabetherinnen), das Vincenzhospital für Unheilbare, die Alexianer-Irrenanstalt mit einer Erziehungsanstalt für schwachsinnige Kinder, die Annunciatenanstalt für weibliche Irre, die Marianen-Entbindungsanstalt, das Armen- und Waisenhaus und die Handwerkerbildungsanstalt. Der Wohlstand A.s beruht teils auf den schon von alters her berühmten Mineralquellen, teils auf seiner schon im Mittelalter bedeutenden und in neuerer Zeit besonders durch die in der Umgegend erschlossenen mächtigen Steinkohlenlager geförderten Industrie, teils auf dem durch Eisenbahnverbindungen ungemein erweiterten Verkehr. Schon im 12. Jahrh. standen A.s Gold-⸗, Silber-, Ciselier-und Gravierarbeiten so- wie seine Tuchwebereien in A. Blüte. Letztere, welche besonders feinere Tuche liefern, beschäftigen Tausende von Menschen. Die beiden Städte A. und Burtscheid besaßen 1872: 62 Tuchfabriken, 26 Lohnspinnereien, 13 Streichgarnspinnereien, 9 Kratzenfabriken, 18 Näh⸗ und Stecknadelfabriken, 16 Cigarrenfabriken, 3 Handschuhfabriken „ferner Eisenießereien, Maschinen⸗, Tuchschermesser⸗ und Dampfesselfabriken, sowie Fabrikation von zahlreichen andern Artikeln. A. allein beschäftigte 1879 in 294 dabriken 14600 Arbeiter. Als Knotenpunkt der Belgischen Centralbahn (Linie A.⸗Antwerpen-Rotterdam), der Bergis oder Aheut (Linie A.⸗Düss eldorf⸗ olzminden) und der Rheinischen Eis enbahn (Linie Köln-Herbesthal) ist A. zu einem wichtigen Stapelplatz des preuß. Handels geworden und hat außer den Erzeugnissen seiner Industrie namentlich in Wolle, Getreide, Wein, Leder, Rauch⸗ und Pelzwaren, Heri⸗ Metallen, Steinkohlen u. s. w. bedeutenden erkehr. Es 10 zugleich auch ein Getreidemarkt für Belgien und de Mittelpuntt mehrerer Bergbauesellschaften. Unter den Versicherungsgesellschaften teht die Aachener und Münchener Feuerversicherungsgesellschaft (1825 von Hansemann begründet) mit in erster Reihe. Der ebenfalls durch Hansemann gestiftete Aachener Verein zur eförderung der Arbeitsamkeit, die älteste und ausgedehnteste der preuß. Sparkassen, wird als eine mustergiltige Instikution gerühmt. Das Wappen von A. ist ein schwarzer Adler mit ausgestreckter roter Zunge in goldenem elde. Der Ursprung A.s fällt in die Zeit der Römer, welche die Stadt jedenfalls wegen der Bäder anlegten und sie Aquisgranum, wahrscheinlich nach dem Apollo Granus, den die Römer bei Thermen verehrten, benannten. Die Bäder werden zuerst unter Alexander Severus erwähnt. Im Beginn des Mittelalters war A. öfter Residenz fränk. Könige; ihrg Glanz verdankt sie aber erst Karl d. Gr., der ihr große Freiheiten verlieh. Whe Mittelalter zählte diese Freie Reichsstadt (des Westfälischen Kreises) mehr als 100 000 E.; sie hieß vorzugsweise «des Heiligen Römischen Reichs freie Stadto, auch «Königlicher Stuhlo. Zu A. wurden seit Ludwig dem Frommen bis auf Ferdinand I. die deutschen Kaiser gekrönt (s. oben). Reichsversammlungen sind in seinen Mauern 17, Provinzialkonzilien 11 abgehalten worden. Die Verlegung der Krönungen nach Frankfurt, die Religionsstreitigkeiten des 16. und 17. Jahrh., eine große Feuersbrunst, die 1656 gegen 4000 Häuser einäscherte, u. a. brachten das einst so blühende und reiche Gemeinwesen in Verfall. Im franz. Revolutionskriege wurde A. 1793 von den Franzosen besetzt, kam dann durch die Friedensschlüsse von Campo-Formio und von Luneville völlig an Frankreich und wurde die Hauptstadt des Depart. Roer; 1815 fiel die Stadt an Preußen. Vgl. Quix, Geschichte der Stadt A., nach Quellen bearbeitete (2 Bde., Aachen 1841); Lörsch, Aachener Rechtsdenkmälerb (Bonn 1871); Haagen, Geschichte A.s von seinen Anfängen bis zur neuesten Zeito Bde., Aach. 1873—74); Lersch, MNeuester Führer in und um A.» (3. Aufl., Aach. 1881); 4Zeitschrift des aachener Geschichtsvereinso (Aach. 1879 fg.). „Die Aachener Mineralquellen, welche schon in der Römerzeit benutzt wurden, gehören zu den alkalisch-muriatischen Schwefelthermen; ihre mineralischen Hauptbestandteile sind Chlornatrium, schwesekaures Natron, Brom⸗ und Jodnatrium, schwefelsaures Kali und kohlensaure Erden. Dieselben werden nach ihrer Lage in die obern und untern geteilt, ron denen jene eine höhere Temperatur und reichlichere Entwickelung von Schwefelwirken hauptsächlich auf das Pfortadersystem und die 1.Hicht, Ahen und werden daher namentlich gegen Gicht, Rheumatismen, chronische Ausschläge, ronische Katarrhe, Unterleibsbes chwerden, Hämorrhoiden, Leberleiden, Neuralgien, Reste von Syphilis und Merkurialismus u. s. w. angewandt. Unter den obern Quellen ist die vorzüglichste die Kaiserquelle, die im Gasthause zum Kaiserbad ent-Badsch und deren eingeschlossener Dunst den sog. adschwefel 4Bad Dieselbe Aonein ve das Neubad, das neue adehaus zur Königin von Ungarn sowie den seit 1827 ein erichteten neuen Trinkbrunnen (Elisenbrunnen). Seit 1865 wird das Wasser der Kaiserquelle auch versandt. Ferner gehört zu den obern Quellen die Quirinusquelle. üe den untern Quellen gehören die Rosenbadquelle und die Corneliusquelle. Die Badebassins selbst sind 1,25— 150 metief, ganz nach altröm. Art gebaut. Auch besitzt A. mehrere Milch⸗ und Molkenkuranstalten. Hauptsammelplatz der Kurgäste sind die Säulenhallen des Elisenbrunnens mit den sie umgebenden Promenaden und Gartenanlagen, sowie das Kurhaus mit seinem prächtigen, im Rokokostil erbauten Kursaal und großen Lesekabinett. Die Sommersaison dauert vom 1. Mai bis Ende Oktober in neuester Zeit hat auch die Wintersaison großen Aufschwung genommen. Die Zahl der wirklichen Kurgäste beträgt jährlich etwa 4000. Vgl. Monheim, „Die Heilquellen von A., Burtscheid, Spaa, almedy und Heilstein (Aachen 1820); Liebig, Chem. Untersuchung der Schwefelquellen A.s 5 (Aachen Schwefelquellen »(Aachen 1862); Amery und Reu43. Auf und Benrath, «A. und seine Umgebungen (3. Aufl.,Aachen 1872): Lersch,Geschichte des Bades A.» (Aachen 1870); A., seine geolog. Verhältnisse u. s. w.» (Aachen 1875); Reumont, «Die Thermen von A. und Burtscheido (4. Aufl., Aachen 1877). Der preuß. Regierungsbezirk Aachen umfaßt die westl. Mitte der Rheinprovinz, zählt auf 4154 àEm (1880) 523 683 meist kath. E. (gegen 502 544 im J. 1875 Zunahme 4,2 Proz.) und zerfällt in die 11 Kreise: Stadtkreis A. (30 qlem mit 85 432 C. im J. 1880), Landkreis A. (339 qm mit 102 707 C.), Erkelenz, Heinsberg, Geilenkirchen, Nalw 03. 7 Eupen, Montjoie, Schleiden und almedy. Aachener Friede. Der erste endigte den Devolutionskrieg, den Ludwig XIV. 1667 mit Spanien fenese hatte, um nach dem Tode Philipps IV., eines Schwiegervaters, im Namen seiner Gemahlin, der Infantin Maria Theresia, auf das unter Privatpersonen in Brabant und Namur geltende deutsche Recht der Devolution (s. d.) sich berufend, seine Ansprüche auf einen großen Teil der 2r Niederlande geltend zu machen. Das siegreiche Vorschreiten Ludwigs XIV. wurde durch die Tripleallianz zwischen England, Holland und Schweden gehemmt, welche Spanien vorschrieb, Ludwig XIV. entweder die landern abzutreten, und dem sich Weigernden den rieg erklärte. Nachdem Ludwig XIV. * St.⸗Germain-en-Laye die Bedingungen angenommen, auch Spanien gegen Zurücknahme der Franche-Comté die Abtretung des flandr. Gebiets gewährt hatte, bewirkte die Tripleallianz zu Aachen 2. Mai 1668 den förmlichen Frieden, zu dessen Aufrechthaltung sie sich 1669 noch in einem besondern Vertrage vereinigte. Der zweite foente Friede beendete den Osterreichischen Erbfolgekrieg (s. d.). England und die Niederlande schlossen 30. April 1748 einen Präliminarvertrag mit Frankreich ab, worauf 18. Okt.] 2 1748 der Definitivfriede von diesen Mächten unter⸗(u zeichnet wurde, dem 23. Okt. auch Osterreich beitrat. Es wurden in demselben alle frühern Friedensschlüsse [r und die Garantie der Pragmatischen Sanktion be-i stätigt, und der Besitzstand der Mächte, wie er vor l ausgebrochenem Kriege gewesen, im allgemeinen zur Grundlage des Friedens bestimmt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 2Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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