Abendro mandus Aug.), hamburger Paburg, studierte seit 1787 die Rechte erst zu Erlangen dann zu Göttingen und widmete sich hierauf in seiner Vaterstadt der Advokatur. Schon 1800 ward er zum Ratsherrn erwählt und versah 1806 die Polizeiverwaltung, die er auch mit großem Geschickfort-Huchde als die Franzosen die Stadt besetzt hatten. machdem er 1809 und 1810 als Amtmann zu Ritzebüttel gewirkt, übernahm er bei der Einverleibung Hamburgs in das franz. Kaiserreich 1810 das ebenso wichtige wie gefahrvolle Amt eines Maire von Hamburg. In dieser Stellung wirkte er für das Interesse seiner Mitbürger vermochte aber freilich nicht allen Härten und UÜbeln zu begegnen. Im Frühjahr 1812 wurde er von Napoleon I. in das Corps legislatif der Pea Bei einem Volksaufstande, der bei Abzug der Präfekturwache zur franz. Armee 24. Febr. 1813 zu Hamburg ausbrach, wurde A. persönlich gefährdet. Als im Frühjahre bese und deutsche Truppen auf kurze Zeit Hamburg befreiten, übernahm A. die Polizeiverwaltung, wofür ihn die Franzosen auf die Liste der Geächteten setzten. Er verließ deshalb vor dem Abzuge der Verbündeten die Stadt, suchte auswärts zu Gunsten Hamburgs zu wirken und schrieb seine Wünsche bei Hamburgs Wiedergeburt im J. 18125, welche 1815 eine neue * e erlebten und später sehr beachtet wurden. Noch ehe die Franzosen Ende Mai 1814 as Amnt Diitchwitel uBeer im Namen der Stadt das Amt Ritzebüttel in Besitz, das er bis 1821 verwaltete. Zu Cuxhaven gründete er das erste deutsche Nordseebad. Mit seinem Wiedereintritt in den hamburgischen Senat (1821) übernahm er abermals die Leitung des Polizeiwesens, bis er 1831 zum Bürgermeister erwählt ward. Diese Stelle legte er w1835 infolge von Krankheit nieder und starb in der Nacht vom 16. zum 17. Dez. 1842. — Von seinen Söhnen war der älteste, Au gust A., Doktor der Rechte, geb. 1798, bei dem Wiederaufbau der Stadt nach dem großen Brande sehr thätig, wie er später bei den verschiedensten Unternehmungen sich beteiligte und der erste Vorsitzende der Berlin-Hamburger Eisenbahn, des Blumen⸗ und Gartenbauvereins, des Vereins für innere Mission und anderer wohlthätiger Anstalten wurde und den Anbau der itatb 13 eines neuen Stadtteils, unternahm. Er sein 19. März 1867. Ernst A. wurde 1810 von seinem Vater auf die franz. Marine gebracht und ward später, als die Stadt ihre Freiheit wiedergewonnen hatte, Kommandeur und Lotseninspektor zu Cuxhaven. Derselbe machte sich um die Mappierung der Elbmündungen sowie um H des Tonnen⸗ und Lotsenwesens verdient. Auch Karl Eduard A., Dampfmühlenbesitzer, und Dr. Ferdinand A. Fater in verschiedenen amtlichen Stellungen für ihre aterstadt nützlich gewirkt; letzterer starb 1879.