Ableitung (grammatisch), Wortbildung, Stammbildung, Derivation, ist die Bildung eines Wortes aus einem andern durch Hinzufil gewisser Laute oder Silben, die dem eiden ene Bedeutung Wortes welche von der des zu Grunde liegenden Wortes (des Stammwortes) verschieden ist; 3. B. in dem von atragen» abgeleiteten Trä ery Per das ableitende 4. . ero die Beziehung auf die Person, die trägt. Im Deutschen wie im ganzen indogerman. Sprachstamme können die ableitenden Elemente nur am Ende angefügt werden; sie folgen stets dem zu Grunde liegenden Stamme; diese Sprachen haben also nur Suffixe (am Ende angefügte Ableitungselemente), nie Präftre, d. h. dem Anfange des Stammes vorgesetzte Ableitungselemente, wie solche z. B. in den semit. Sprachen (hebräisch, arabisch u. s. w.) vorkommen. Die scheinbaren Präfixe, die sog. Vorsilben, des Deutschen, wie age. . v, abe. . „, aver. . „ u. a., sind in der That nur verdunkelte Präposition, die mit ihnen gebildeten Worte also Zusammensetzungen, so gut wie die mit den gewöhnlichen Präpositionen (auf, an u. s. f.) zusammengesetzten. Von der daß bei iener die unterscheidet sich die A. geneel. daß bei jener die verschiedenen Bestandteile einzeln genommen auch eine besondere selbständige Wortbedeutung haben 3. B. Tragsessel), bei dieser aber das Suffix, z. B. in Träger v das . . . ero, an sich nichts bedeutet, sondern nur die Bedeutung des zu Grunde liegenden Wortes modifiziert.