Achard (Louis Amedée Eugene), franz. Jour⸗! nalist, Roman⸗ und Theaterdichter, geb. zu Marseille 23. April 1814, ging 1834 als Teilhaber l ier, wurde 1835 Kabinettschef des Präfekten im ! epart. Herault und arbeitete seit 1838 in Paris an verschiedenen Blättern der kleinen Presse. Die „Lettres parisiennes „, pikante Schilderungen aus dem pariser Leben, die er unter dem Pseudonym Grimm im Feuilleton des ultrakonservativen Journals &LEpoquev erscheinen ließ, gründeten seinen Ruf. Nach der Februarrevolution von 1848 veröffentlichte A. als Mitarbeiter des royalistischen Blattes L'Assemblée Nationalen jede Woche einen Courrier de Pariso, dessen scharfe Polemik egen die republikanische Partei ihm ein Duell mit iorentino, dem Redacteur des &Corsairev, zuzog, in welchem er schwer verwundet wurde. Spater wandte er sich wieder ausschließlich der Belletristik u. Unter der großen Anzahl seiner beliebten und R neu aufgelegten Romane und Novellen sind ervorzuheben: Belle Rose (1847), (La chasse royales (1849—50), Les chateaux en Espagney, Novellensammlung (1854), La robe de Nessuso (1855), La traite des blondeso, &Histoixe d'un homme (1863 -64), „Les Fourches Caudineso, „Les chaines de fero (1866 — 68), La vipère (1869—73). Er verfaßte auch mehrere Theaterstücke: (Souvent femme varien, Le jeu de Sylviav, L'invalidev, La clé de ma caissev (1853—73), sämtlich einaktige Komödien; «Albertine de Mierriso, eine dramatische Bearbeitung seines Romans „Les Fourches Caudines o (1867); Les tyrannies du colonelo (1872), Lustspiele in drei Akten. Noch sind erwähnenswert: Récits d'un soldato (1871), „Souvenirs personnels d'émeutes et de révolutiono (1872), Histoire de mes amis o (1874). A. bewährt in seinen Romanen und Novellen viel Menschenkenntnis und feines Gefühl, besonders wo er die eigentümlichen Konflikte des Familienlebens und der Gesellschaft schildert. Er starb 25. März 1875 zu Paris.