House of Lords, das engl. Oberhaus, s. Lords saye ( 0f). Honssaye (Arsene), einer der fruchtbarsten und bedeutendsten franz. Romanschriftsteller und Kritiker der Gegenwart, geb. zu Bruyere bei Laon (Aisnedepartement) 19. März 1814, aus einer alten, den d'Aguesseau und Condorcet verwandten Familie, erhielt den ersten Unterricht in seiner Provinz, kam aber sehr jung nach Paris, wo er sich an J. Janvier, Theophile Gautier, Jules Sandeau und andere jüngere Vorkämpfer der romantischen Richtung anschloß. Er trat zuerst mit zwei Romanen auf: La couronne de bleuetso (1836) und La pécheressen (1836). Seine Poesien und seine Studien über das 18. Jahrh. begründeten seinen Ruf als Kritiker, der ihn 1849 zu der Direktion der Comédie frangaise führte; bis 1856 verwaltete er die erste Bühne Frankreichs, die unter den letzten Administrationen gelitten hatte: seine umsichtige Verwaltung brachte das Theater zu einem hohen Gedeihen. Er trat 1856 ab, wurde zum Generalinspektor der schönen Künste ernannt, und widmete sich von nun an mit erneutem Eifer litterarischen Arbeiten. Während langer Jahre Chefredacteur des Articleo, war er und ist zum Teil noch Mitarbeiter an der Reyvue de Parisv, der Pressey und dem Figarop. Unter seinen vielen, über 100 Bände umfassenden Werken heben wir heraus: La galérie des portraits du XVIIIe siècley (5 Bde., 1844), «Le 41L fauteuil de IAcadémie frangaisep (1855), eine geistvolle Aufzählung der großen Schriftsteller, welche die Franzö— sische Akademie nicht aufgenommen; ferner Le roi Voltaire (1858),Les poésieso, Mlle de la Vallière et la marquise de Montespano, «La peinture flamande et hollandaiseb. Unter Roein vielen Romanen nennen wir: Wa vertu de Rosinev, Le Mademoiselle Marianio, Les grandes dameésd, „Les Parisiennes u. s.w.» H. zeichnet sich durch Leich— tigkeit des Stils, Kraft der Diction und eleganten Witz, sowie durch bedeutendes kritisches Talent aus.