FeedAconcagna oder Aconcahua
ErdkundeBrockhaus 1882

Aconcagna oder Aconcahua, Provinz im südamerik. Freistaate Chile, zählt auf 16126 akm (1878) 135 190 C. und wird durch fünf Flüsse in fünf Thäler von außerordentlicher Thale des t geteilt. Der Boden ist besonders im Thale des Flusses A. aufs sorgfältigste angebaut und fast ganz bedeckt mit Luzerne, Wein, Fruchtbäumen, Getreide⸗ und Gemüsefeldern, erzeugt auch den besten Hanf. In der Provinz wird ein ziemlich bedeutender Bergbau auf Kupfer getrieben; auch finden sich Gold, Silber und andere Mineralien. Die Hauptstadt ist San-Felipe, 75 km nördlich von Santiago am linken Ufer eines Zuflusses des A., an der Eisenbahn Vegas-Andes, nahe dem Dorfe A., welches früher der Hauptort war. Die Stadt ist regelmäßig gebaut, von Baumreihen und kleinen Bewässerungsgräben durchschnitten und hat 9422 E. Wichtig ist außerdem noch die Stadt Andes (4445 E.), am Flusse A., eine Hauptzollstätte, Ausgangspunkt des fast 4000 mehohen Cumbre- oder Uspallatapasses, über welchen während der Sommermonate Dezember bis April ein lebhafter Handel mit den westl. Provinzen der Argentinischen Republik (Mendoza) getrieben wird. Nördlich von diesem Passe erhebt sich der 6834 m hohe Cerro de A. unter 32 41 südl. Br. Acolytin, Alkaloid des Aconit (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 117Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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