Ackerschnecke (Limax agrestis), einer der gefährlichsten Feinde unserer Acker⸗ und Gartenpflanzen, der namentlich in feuchten Jahren sich außerordentlich vermehrt. Die meist graue, häufig auch gelbe oder braune, nackte Schnecke wird höchstens 4 em lang und hält sich besonders in Wiesen und Kleeäckern, unter schattigen Hecken und Büschen auf, verkriecht sich tagsüber in Spalten, unter Blätter und Wurzeln, gegen den Winter aber so tief in die Erde, daß sie gegen Kälte und Austrocknung geschützt * Die A. kommen abends sowie auch beim Regen hervor und fressen besonders gern Gemüse, jungen Klee, junges Getreide, Erdbeeren, Kürbisse, Feld⸗ und Baumfrüchte. Eine jede Schnecke legt von August an bis zu Ende des Herbstes an 400 und mehr Eier, in Gruppen zu 10 —30 verteilt, in kleine, feuchte Gruben und en Schne⸗ en. Die jungen, nur einige Linien langen Schneckchen kriechen teils schon im Spätsommer und Herbst, teils erst im folgenden Frühjahr aus. Sie leben mehrere Jahre und können in feuchten Jahren, wie z. B. 1817, 1851, 1853, ungeheuere Verwüstungen anrichten. Hühner, Enten, Tauben, Krähen, Elstern und Stare, Schweine und Maulwürfe, Blindschleichen und Kröten sind ihre Hauptfeinde. Man vertilgt sie durch Einsammeln, mittels Umherstreuen von Kürbisstücken, an welchen sie uch sammeln, durch Eintreiben von Enten, welche dur Schneckenkost sehr wohlschmeckend und fett werden sollen, oder durch tiefes Umackern und Walzen des Bodens bei trockenem Wetter.