FeedAntiöquia
ErdkundeBrockhaus 1882

Antiöquia, einer der Vereinigten Staaten von Columbia in Südamerika, 1857 gebildet aus den Provinzen A., Cordova und Medellin der Republik Neugranada, hat eine Fläche von 57800 qEm und grenzt an Cäuca im W., an Bolivar im N., an denselben Staat und an Santander im O., an Tolima und Cäuca im S., und umfaßt den nördl. Teil des Cäucathals sowie der West⸗ und Centralcordillera von Columbia nebst deren Abfällen und dem Querjoch, welches beide verbindet. Die Oberfläche des Staats ist größtenteils gebirgig, doch finden sich keine Höhen über 2740 m. Er hat nicht die fruchtbaren Thäler wie der Staat Cäuca, dagegen ist er reicher an edeln Metallen. Die Bevölkerung belief sich 1870 auf 365974 E., deren Hauptbeschäftigung der Bergbau ist. Ein großer Teil des Staats ist noch mit Urwald bedeckt, und A. bedarf daher der Einfuhr von Lebensmitteln und besonders von Vieh aus dem obern Cäucathale. Die Hauptstadt des Staats ist jetzt Medellin (s. d.). Im NW. derselben liegt die Stadt A., eigentlich Santa-Feé de A. (6 30 nördl. Br. und 58 24 westl. L.), in einer Meereshöhe von 573 m, in goldreicher, brennend heißer, jedoch nicht iuctam Gegend des Caucathals, in einer Thalschlucht am Rio⸗-Frotino; dieselbe wurde 1542 gegründet und hat eine ziemlich gewerbthätige Bevölkerung von 10205 E. (des Papsttums.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 725Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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