Adamsthal, Pfarrdorf in Mähren, 15 km nördlich von Brünn, an der Zwittawa und der Cisenbahn von Brünn nach nehst 1 ein fürstl. Liechtensteinisches Jagdschloß nebst schönem Park und der Nahe k eine Burgruine und Eisenwerke. In der Nähe liegt die merkwürdige, an 245 m lange Kalkhöhle Bejiciskala (d. i. Stierfelsen), zu dem großartigen Höhlensystem gehörig, das sich im Norden von Brünn hinzieht und außer dieser Höhle von A. auch die große Grotte «Steinerner Saalo, die Höhle Wespustek (d. i. Durchgang), die Evagrotte, die 9718 von Kitein, Ochos, Sloup u. s. w. umfaßt. Bei Blansko öffnet sich das romantische Eroßthal, an dessen Ende die Punkva aus der Höhle hervorbricht. Von da gelangt man in einer Stunde zur Macocha (d. i. Stiefmutter), einem überall von nackten, senkrechten Felswänden eingeschlossenen Abgrunde, 95 m lurde 56 m breit und 160 m tief, mit einem Teiche auf dem Grunde. Nahe daran ist der sog. Rauchfang, eine den Boden der Micochl die im Zickzack bis an den Boden der Macocha inabreicht, und die Teufelsbrücke, ein natürlicher elsbogen, der zwei senkrechte, pfeilerartige Felsen verbindet. In neuester Zeit wurden die sorscht um A. in Bezug auf prähistor. Funde durchforscht und lieferten höchst interessante Ergebnisse.