Affektion (lat.) bezeichnet das passive Verhalten einer Sache oder Person in den durch fremde Einwirkungen hervorgebrachten Veränderungen oder Zuständen. Insbesondere gebraucht man den Ausdruck von Gemütsbewegung. Auch bedeutet er, namentlich im frühern Sprachgebrauch, soviel als Zuneigung, icbhän diese ein von dem geliebten Gegenstande abhängiger Gemütszustand ist. — In der Medizin nennt man A. das Kranksein eines Organs oder des ganzen Organismus, wenn man diesem kranken Verhalten keine bestimmtere Bezeichnung beilegen kann oder will; z. B. das Wort Magenaffektion bedeutet: der Magen ist irgendwie krankhaft verändert. ö‚
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 172Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei