Afterjucken und die Schmerzhaftigkeit der Hämorrhoidalknoten werden durch Aufschlagen kalten Wassers und kalte Sitzbäder gelindert, durch fleißiges Aufstreichen von 930 oder Talg häufig verhütet. Die übrige Behandlung hat sich nach der Ursache des Leidens zu richten. Bei Kindern wird das Afterjucken sehr oft durch die Anwesenheit eines Eingeweidewurms, des Oxyuris vermicularis, im untern Ende des Dickdarms erzeugt. Derselbe unternimmt zur Abendzeit sehr häufig Wanderungen, gelangt auf diesen bei Mädchen gelegentlich in die äußern Genitalien und erregt heftiges Jucken. Künstlicher A. ist eine in der Bauchwand auf operativem Wege gebildete Offnung, welche mit dem Darme so kommuniziert, daß der Darminhalt durch dieselbe austreten kann. Die Herstellung einer solchen ffnung wird nötig, wenn im untern Teile des Darms angeborener⸗ oder krankhafterweise ein Verschluß besteht. (S. Mast darm.) Entsteht eine ähnliche ffnung infolge einer zufälli-Da Verwundung oder einer Verschwärung des arms und der Bauchwand, so nennt man sie einen widernatürlichen A. Man hat neuerdings wiederholt dieses äußerst lästige, die Ernährung sehr beeinträchtigende Übel durch Eröffnung [der Bauchhöhle, Resektion der beiden betreffenden Darmenden und Vereinigung derselben vermittelst der Naht dauernd geheilt.