Agathias, mit dem Beinamen Scholastikos, den er sich durch seine ausgezeichneten Kenntnisse in der Jurisprudenz erwarb, geb. um 536 n. Chr. zu Myrina in Äolien, erhielt seine erste Bildung in Alexandria, dann zu Byzanz, wo er sR der jurist. Laufbahn widmete, und starb 582. Neben seinen Studien und schrütselerischer als Advokat widmete er sich auch schriftstellerischen, namentlich aber poetischen Arbeiten meist erotischer Tendenz, die er in den Aαονενανα, einer Sammlung von neun Büchern, zusammenstellte, und von denen noch 101 Epigramme in der Griechischen Anthologie vorhanden sind. Auch veranstaltete er unter dem Titel Kuxlosv eine umfangreiche Sammlung von Gedichten seiner Zeitgenossen, untermischt mit eigenen, welche jedoch bis auf das Vorwort verloren gegangen. Dagegen ist vollständig auf uns gekommen sein Geschichtswerk in fünf Büchern, das die Jahre 552 — 558 aus Justinians Regierung behandelt und als eine Fortsetzung des Prokopios betrachtet werden kann. Der Stil in demselben ist inkorrekt, die Darstellung schwülstig und überladen mit dichterischen Ausdrücken. Die erste Ausgabe dieses Werks besorgte Vulcanius (Leiden 1594), die beste aber Niebuhr (Bonn 1828).