FeedHunfalvy (Joh.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Hunfalvy (Joh.), Bruder des vorigen, geb. 9. Juni 1826 in Groß-Schlagendorf in der Zips, wurde 1846 Professor der Statistit und Geschichte am Lyceum zu Käsmark und nahm 1848 als Mitglied des Komitatsausschusses an den polit. Debatten jener Zeit lebhaften Anteil. Seit 1853 lebt H. zu Pest, wo er 1866 die ord. am Ioi der Statistik, Geographie und Geschichte am Josephspolytechnikum zu Ofen, 1870 an der Universität zu Pest den Lehrstuhl der Geographie erhielt. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Egyetemes törté1850—51; 2. Aufl. 1862), Ungarn und Siebenbürgen in Originalansichten (Darmst. 1856 fg.) und vor allem A magyar birodalom természeti viszonyainak leiräsa (4Physische Geographie des ungar. Reichsv‚ 3 Bde., Pest 1863—66). Im I. 1859 bearbeitete H. im Auftrage der Ungarischen Akademie, die ihn 1858 zum korrespondierenden, 1865 zum ordentlichen Mitgliede erwählte, die Reisen Ladislaus Magyars, die er auch ins Deutsche (Pest 1859) übertrug. Im J. 1884 erschien von ihm der erste Band einer »Allgemeinen Geographier, welcher Südeuropa behandelt (Egyetemes Földrajz I. kötet Dél-Euröpa, Budapest 1884).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 471Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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