Appianus, aus Alexandrien, lebte unter Trajan, Hadrian und Antoninus Pius und war anllide als Sachwalter zu Rom 1 6 später beleidete er eine der hö + kaiserl. Beamtenstellen in Agypten. Er schrieb in griech. Sprache eine röm. Geschichte von den ältesten Zeiten an bis auf seine Zeit in 24 Büchern, worin die Begebenheiten ethnographisch nach den Kriegen der Römer mit den verschiedenen Ländern bis zu ihrer Vereinigung mit Rom erzählt sind. A. folgt seinen jeweiligen, großenteils gut gewählten Quellen, ohne Selbständigkeit, aber er entstellt sie öfters durch seine Flüchtigkeit. Seine Sprache ist ungeschminkt, bisweilen trocken. Kaum die Hälfte der Bücher A.“ sind erhalten geblieben. Die ältesten Ausgaben von K. und R. Stephanus (Par. 1551), H Stephanus (Par. 1557) enthalten nicht alle vorhandenen Bücher. Die erste kritische Ausgabe lie-Fert Schweighäuser (3 Bde., Lpz. 1785), dessen ext nebst den von A. Mai neu aufgefundenen Bruchstücken in Didots „Bibliotheca scriptorum graecorumo (Bd. 5, Par. 1840) wiederum abgedruckt ist; besser sind die von Bekker (2 Bde., Lpz. 1842 — 43; Handausgabe, 2 Bde., Lpz. 1853) und Mendelssohn (Bd. 1, Lpz. 1879). Deutsche übersetzungen erschienen von Dillenius (3 Bde., Stuttg. 1828) und Zeiß (2 Bde., Lpz. 1837 — 38). Vgl. Hannak, «A. und seine Quellenv (Wien 1869).