FeedAhlheide
ErdkundeBrockhaus 1882

Ahlheide, Aalheide oder Alheide, eine etwa 57 qkm große unfruchtbare Ebene im westl. Jütland, führt ihren Namen von der sog. Ahlformation des Bodens, einer 0,10—0,30 m mächtigen, dicht unter der Oberfläche liegende Schicht von feinem, rotbraunem, eisenhaltigem Sandstein, der nur dem Heidekraute kümmerliches Gedeihen gestattet. Diese Formation erstreckt sich nördlich ein wenig über den Liimfiord und durchzieht das füdl. Jütland in einem breiten, wüstenähnlichen, nur spärlich bewohnten Gürtel. Die Schafzucht, der einzige naturgemäße Nahrungszweig dieser Gegend, 103 seit uralter Zeit der häuslichen Wet⸗ Jütands ihr Gepräge aufgedrückt (Strickerei, Wollengewebe u. dgl.). In neuerer Zeit hat sich eine Gesellschaft, Det danske Hedeselskabo, den Anbau dieser Gegenden zum Ziel gestellt. Alhlkirsche, s. unter Prunus. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 266Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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