Ahoväaibaum, ein brasilian. Baum aus der Familie der Apocyneen, Thevetia Ahovai DOC. —— Ahovai J.). Seine Samen sind ein sehr eftiges, narkotisch-scharfes Gift und auch alle übrigen Teile giftig. Selbst das Holz betäubt die Fische, wenn es in das Wasser geworfen wird, und kann wegen seines unertraglich übeln Geruchs nicht einmal als Feuerungsmaterial gebraucht werden. Die harten Nüsse des Baums werden von den Indianern zur Verfertigung von Klappern und Schellen benutzt, woher der Name «Ahovaiv, d. h. Schellenbaum, kommt. Die Gattung Thevetia L., mit sieben Arten Amerika von Mexico südwärts bis Paraguay bewohnend, umfaßt kahle Bäume und Sträucher mit einnervigen oder zart fiedernervigen Blättern und ansehnlichen gelben, in armblütigen Trugdolden stehenden Blüten mit fünfteiligem, im Grunde mit zahlreichen Drüsen versehenem Kelche und trichterförmiger Krone, welche die fünf Staubgefäße am Ende der Röhre trägt; der zweifächerige Fruchtknoten entwickelt sich zu einer zweifächerigen, viersamigen Steinfrucht. Die nahe verwandte Gattung Cerbera L. unterscheidet sich vorzüglich durch den völlig drüsenlosen Kelch. Sie enthält vier in den Tropen der Alten Welt vorkommende Arten, von denen C. Odallam Ham. narkotisch-giftige Samen und wie Sennesblätter wirkende Blätter, C. Iactaria Ham. einen kräftig abführenden Milchsaft besitzt. 4 — (minder richtig Aar), ein linker Nebenfluß des Rheins im preuß. Regierungsbezirk Koblenz, entspringt in der Höhe von 469 m als Kleine Steinpütz in der Eifel unweit des Findin Blankenheim und durchfließt in vielfachen Windungen und vorherrschend nordöstl. Richtung in reißendem Laufe ein 89 km langes, größtenteils enges und tiefes, hr malerisches und 88 den de Thal, bis der Fluß unterhalb Sinzig in den Rhein mündet. Das obere Thal ist einförmig und öde. Der Fluß geht an Eisenwerken, wie der Ahrhütte, vorüber und berührt weiterhin das Pfarrdorf Aremb bei welchem sich auf einem an 630 m hohen Waldberge die im 12. Jahrh. erbaute und 1809 zerstörte Burg Aremberg (Stammhaus der Herzöge von Aremberg) erhebt. Oberhalb des Dorfes Altenahr beginnt das ungemein gewundene untere Ahrthal. Dieser Ort liegt in einem Kessel, ringsum von schroffen, zackigen, merkwürdig gestalteten Felsen umstarrt, die sich in mehrere Reihen hinter- und übereinander auftürmen und ein eigentümliches Felsentheater bilden, den Glanzpunkt des Ahrthals. Auf der höchsten Spitze der Felswand befinden sich die Trümmer der Burg Are (Altenahr), welche Mitte des 13. Jahrh. dem Erzstifte Köln geschenkt, von diesem in eine Ruchbavi verwandelt, 1690 von den Franzosen durch Kapitulation eingenommen und nach dem Utrechter Frieden 1714 zerstört wurde. Wegen der herrlichen Rundschau Punkte des Ahrthals. Von Altenahr 0 Hrangt von der Ruine aus ist letztere eine der besuchtesten sich der Fluß 14 km weit durch eine enge Felsengasse, deren bis 110 m hohe Schieferwände überall mit Reben bekleidet sind. Der Fluß berührt hier die Weindörfer Maischoß, über welchem sich die Trümmer der noch 1703 belagerten Saffenburg er-Rren Rech und Dernau, und verläßt bei dem durch einen vorzüglichen Wein berühmten Dorfe Walporzheim die Felsengasse, um in eine andere, nicht minder malerische Thalbildung überzugehen. Nachdem die A. hierauf die in einer 277 Thalweiterung gelegene Stadt Ahrweiler (s. d.) berührt, fließt sie zunächst am Dorfe Wadenheim und dem Apollinarisbrunnen vorüber, Vasaltke sich am andern Ufer ein 327 m hoher Basaltkegel mit den Ruinen der bereits 1371 zerstörten Burg Neuenahr erhebt, an dessen Fuße das Dorf Beul und der besuchte Badeort Neuenahr (s. d.) liegen. Weiter abwärts steigt steil 268 m hoch über das Thal der Basaltkegel der Landskron, mit einer Kapelle und den Resten der gleichnamigen, 1689 von den Franzosen zerstörten Burg, empor, unterhalb dessen das Dorf Heppingen mit einem alkalisch-erdigen Sauerbrunnen und der Landskroner Mineralquelle, ebenfalls ein Säuerling, liegt. Noch näher der Mündung, unterhalb Trab ule liegt das Weindorf Bodendorf. Das Ahrthal liefert treffliche Weine (s. Ahrweine), Weiden für Flechtwaren und die Rümpchen leine kleine Fischart, Cyprinus phoxinus), die in der A. zu Millionen gefangen, in Salzwasser Inomn in Weidenrinde verpackt und versandt und mit Essig und ol genossen werden. ralern (Grasährchen, spicula) heißt bei den Gräsern und Halbgräsern der aus sitzenden, sehr einfach gebauten, von Deckblättern (Spelzen) eingehüllten Blüten bestehende Blütenstand, der aber selten einzeln an der Spitze des Halms vorkommt, sondern meist zu vielen größern zusammen-Giaten als Rispen, Wiber das 3 u. s. w. bezeichnete ütenstände bildet. über das Nähere s. Blütenstand und Gräser.