Arbütus, Erdbeerbaum, Linnesche Pflanzengattung aus der Familie der Erikaceen, besteht aus Sträuchern und Bäumen mit lederartigen, immergrünen, gezähnten Blättern und weißen oder getehten in endständige Trauben oder Rispen gestellten Blüten, welche einen fünfteiligen Kelch, eine kugelige oder krugförmige Blumenkrone und einen ünffächerigen Fruchtknoten besitzen. Aus letzterm entwickelt sich eine kugelige, fleischig-saftige, äußerlich warzige oder gekörnelte Frucht, inwendig mit fünf vielsamigen Fächern. Die meisten Arten sind in Nordamerika zu Hause, einige aber auch in Europa. Darunter it die verbreitetste und bemerkenswerteste A. Unedo L., der gemeine Erdbeerbaum, ein stattlicher Strauch oder kleiner Baum von 3—5 m Höhe, mit rotrindigen Zweigen, großen, länglichen, enden Nlütentun länzendgrünen Blättern, duceiiaen. lütentrauben und 2— 2,5 em dicken, kugeligen, scharlachroten, erdbeerartigen Früchten von angenehmem säuerlich-süßen Geschmack. Dieser schöne Strauch findet sich wild in Südeuropa (schon in Südtirol und der südl. Schweiz, doch auch in Irland), besonders in Spanien (namentlich in der Sierra Morena), wo seine Früchte oft zahlreich auf den Markt gebracht werden. In Menge genossen wirken dieselben berauschend und 1 Kopfschmerzen. Sie enthalten .— viel Zucker und können zur Branntweinfabrikation benutzt werden. A. Unéedo wie auch die andern Arten werden häufig als Ziersträucher ihrer schönen Belaubung halber kultiviert, müssen aber während der kalten Jahreszeit in das Kalt⸗ oder Orangeriehaus gebracht werden, da sie im Freien, selbst eingepackt, bei starkem Frost leicht erfrieren. Im Frühling kann man sie ins freie Land versetzen und im Herbst wieder herausnehmen. Sie verlangen Heideerde und lassen sich sowohl durch Samen als durch Steckreiser vermehren. re (Jeanne d'), s. Jeanne d'Are.