FeedAlais (lat. Alesium)
ErdkundeBrockhaus 1882

Alais (lat. Alesium), Hauptstadt des gleichnamigen Arrondissements (und einer ehemaligen Grafschaft) im franz. Depart. Gard, am Fuße der Cevennen, am linken Ufer des Gardon und an der Eisenbahn von Paris nach Nimes, welche bei A. nach 3. abzweigt, 50 km nordwestlich von Nimes. A. ist Sitz der Unterpräfektur, eines Civil⸗ und Handelstribunals, einer Bergbaubehörde für die im Norden gelegenen Eisen⸗ und Steinkohlenwerke von Grand-Combe, hat bedeutende werkstätten, Glasfabriken u. s. w., beträchtlichen Handel mit Seidenzeug und Bändern und zählt (1876) 16 726 (Gemeinde 20893) E. In der Nähe befinden sich eisenhaltige Quellen. Zur Niederhaltung der durch die Aufhebung des Edikts von Nantes und durch die Dragonaden empörten prot. Bevölkerung wurde unter Ludwig XIV. 1689 zu A. ein Fort angelegt. Im Frieden zu A. vom 27. Juni 1629 mußte sich der Hugenottenführer Herzog von Rohan der Regierung unterwerfen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 313Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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