Ardres, kleine befestgte Stadt und Kantonshauptort im franz. Depart. Pas-de-Calais, zählt (1876) 1195 (Gemeinde 2223) C., hat Tüllfabrikation und Salzraffinerie und liegt in sumpfiger Gegend, 24 km nordwestlich von St.⸗Omer, am Endpunkte des Ardres-Kanals, welcher A. mit Gravelines verbindet und 5 km von der Stadt den von Calais nach St.⸗Omer führenden Kanal kreuzt, an welcher Stelle der Pont-sans-Pareil, die Station der franz. Nordbahn (313 km von Paris) für A., die beiden Kanäle überbrückt. Zu A. fand 1520 eine unter dem Namen Camp du drap d'or bekannte Zusammenkunft Franz' I. und Heinrichs VIII. statt. röschisch oder Ardjeh, kleine Stadt und einst wichtige Festung in Armenien, im türk. Vilajet Erzerum, liegt am nördl. Ufer des nordöstl. Beckens des Wansees, im N. von Wan, in einer Sumpfebene, IuDe welcher sich dunkle Felsenberge, im N. der A 9. der im W. der Sipan-Dagh, erheben. Im O. der Stadt zeigen sich weitzerstreute Ruinen und an verschiedenen Stellen hat man Keilinschriften auf dreieckigen Tafeln entdeckt. Der Ort, Sitz eines Mudir, hat eine verfallene Kasbah oder este und wird von etwas mehr als 100 meist türk. amilien bewohnt, jedoch haben die Armenier eine leine, sehr alte Kirche daselbst. A. ist das alte Arzes, Arzen, auch Arses, altarmen. Ardschesch genannt, am Lacus Arsissa. Es hatte im 10. Jahrh. eigene mohammed. Imn Bu am in der zweiten Hälfte des 11. Jahrh. an Byzanz, wurde 1071 durch die seldschukischen Türken erobert, 1209 von Georgiern eingenommen, Moraol in der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. zum Mongolenreiche und um 1400 zu dem Timurs und fiel 1533 an die Osmanen.