Albäny (Luise Aloysia] Marie Karoline, Gräfin), geb. 27. Sept. 1753 (nach andern 20. Sept. 1752), war eine Tochter des Prinzen Gustav Adolf von Stolberg-Gedern, der 1757 in der Schlacht bei Leuthen blieb. Sie vermählte sich 1772 mit dem Prätendenten Karl Eduard (s. d.) Stuart, Jakobs II. Enkel. Ihre Ehe war kinderlos und unglücklich. Um sich vor den Ausbrüchen der Roheit ihres fast immer trunkenen Gemahls zu retten, suchte sie 1780 eine Freistätte im Kloster. Als ihr Gemahl 1788 gestorben war, bezog sie ein franz. Jahrgeld von 60000 Livres. Sie überlebte das Haus Stuart, welches mit dem Tode ihres Schwagers, des Kardinals NYork, 1807 erlosch, und starb zu Florenz 29. Jan. 1824. Eine 1065 von Jahren hindurch war sie die unzertrennliche Freundin Alfieris (s. d.) und bildete in ihrer spätern Lebenszeit den Mittelpunkt der florentiner Gesellschaft. Sie war es, welche Alfieris Grabmal in der Kirche Sta.⸗Croce errichtete, wo sie selbst die 3. (2pt fand. Vgl. Reumont, «Die Gräfin von A.» (2 Bde., Berl. 1860). Der Angabe, daß ihre Ehe kinderlos geblieben, ist von mehrern Seiten widersprochen worden. Angeblich entsproß aus derselben ein Sohn, James Stuart, Graf von A. (geb. 1773 in Siena, wahrscheinlich aber der 9.— eines Kapitäns Allan oder Allen), 924 ohn Karl Eduard Stuart, Graf von A. (geb. 1799) am 24. Dez. 1880 an Bord eines von Bordeaux abfahrenden Dampfers starb.