Alke, eine Familie nordischer Tauchvögel, die sich durch ihre sehr kurzen oder selbst verkümmerten sellte, und durch breite, sehr weit nach hinten getellte, dreizehige Schwimmfüße auszeichnen. Fast alle sind zweifarbig, weiß namentlich an der Brust, schwarz an Rücken und Flügeln, sodaß sie, aufrecht auf den kurzen Hinterbeinen 22— von weitem fast wie Zwerge mit weißen Brusthemden auss ksehr Der Schnabel ist je nach Gattungen und Arten sehr verschieden gestaltet. Das Gefieder ist stets sehr straff und fest anliegend und am Körper dick mit Dunen Hehen, die im Preise den Eiderdunen war nachstehen, aber doch nee ihn sind. Alle zögel dieser Art haben Brutflecke am Bauche, und die meisten bebrüten nur ein, verhältnismäßig sehr großes Ei, welches entweder auf Felsen oder in tiefe, mit dem Schnabel gegrabene Löcher gelegt wird. Alle A. bewohnen die Strandgegenden der nordischen Meere bis zu den höchsten Breiten hinauf. Sie nähren sich nur von Fischen und andern Seetieren, die sie tauchend aus großen Tiefen heraufholen, wobei sie mit Flügeln und Füßen unter dem Wasser schwimmend sich fortbewegen. Sie schwimmen ges chie und 17½7 fliegen dagegen meist sehr ungeschickt, mit hastigen Flügelschlägen und in geraden Linien. Am Lande sind sie unbeholfen, dꝓumm und unvorsichtig. Ihr Lieblingsaufenthalt sind hohe, senkrechte Klippen, auf deren Vorsprüngen sie zu Tausenden, in Reihen aufgerichtet, stehen, unartikulierte Töne ausstoßend, die dem Gebell junger Hunde oft nicht unähnlich sind. Bei drohender Gefahr oder Schreck stürzen sie von den Felsen plötzlich in das Meer, um dort unterzutauchen und zu verschwinden. Die Zahl der Vögel, die auf manchen sog. Vogelbergen, wo sie mit Vorliebe sich aufhalten und nisten, sich finden, ist ungeheuer und läßt sich oft nur nach Hunderttausenden abschätzen. Die Schwärme verfinstern buchstäblich den Tag, wenn sie sich zum Fischen ins Meer stürzen oder aus demselben auf die Klippen erheben. Man benutzt die A. im Norden in verschiedener Art. Die Eier, die man auf den Brutplätzen massenhaft sammelt, sind nicht minder geschätzt als die der übrigen Wasservögel und ersetzen mit ihnen die fehlenden Hühnereier. Die noch nicht flüggen Jungen, die wahre Fettklumpen sind, werden als Speise sehr geschätzt und mariniert oder gesalzen lange aufbewahrt. Das Fleisch der Alten, obgleich zähe und thranig, wird doch von Fischern und Matrosen, die sonst nur Fische haben, gern gegessen. Die Woalen werfen ein bedeutendes Erträgnis ab. Die Vogler suchen mit Hilfe von Strickleitern und Hakenstangen von unten her die Klippen zu erklimmen, oder lassen sich von oben herab an einem über eine Rolle laufenden Seile in die Tiefe, wo sie die ruhig auf den Vorsprüngen sitzenden Vögel mit Stöcken totchlagen und Eier und Junge rauben. Gefahrloser werden die alten Vögel gefangen, indem man große Netze auf der See ausbreitet und sie dann durch Schüsse von den Klippen herabscheucht. Man unterscheidet besonders nach der Schnabelform folgende Gattungen: die eigentlichen A. (Alca) mit schmalem, hohem, kuppig gebogenem, riesigem Schnabel, von denen eine Art, etwa so groß wie eine Gans, mit gänzlich verkümmerten Flügeln, die nur zum Rudern, nicht zum Fliegen taugen konnten, der sog. Geirvogel der Isländer (Alca s. Flotus impennis), seit 1842 gänzlich ausgerottet ist, während er in der Steinzeit bis nach Dänemark hinab wohnte; der weit kleinere Tordalk (A. torda) kommt im Winter bis an die deutschen Kü⸗ + die Larventaucher, Lunde, Seepapageien, önche u(Mormon), mit sehr hohem, von der Seite zusammengedrücktem, stark gerieftem, schneidendem chnabel, die in tiefen Erdhöhlen wohnen und brüten; die Krabbentaucher (Mergulus), etwa von Wachtelgröße, mit kurzem, dickem, kuppigem Schnabel, dem Waldhuhnschnabel ähnlich, lebhafte Vögelchen, die sich fast nur von Krebstieren nähren; die Lummen (Uria) und die Gryllummen (Cepphus), mit langem, spitzem, geradem Schnabel, welche die größten Schwärme bilden. lkermes, s. Kermes.